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Netanjahu kündigt "schnelle und entschlossene Aktion" im Iran-Krieg an

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu äußert sich im Interview bei Fox News zum Krieg mit dem Iran.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu äußert sich im Interview bei Fox News zum Krieg mit dem Iran. ©APA/AFP
Wenige Tage nach Beginn des Militärschlags äußert sich Israels Premier Benjamin Netanjahu im US-Sender Fox News. Er kündigt eine "schnelle und entschlossene Aktion" an und warnt vor einer Ausweitung des Konflikts.

Es ist sein erster größerer Auftritt seit Beginn des Militärschlags am Samstagmorgen: Israels Premierminister Benjamin Netanjahu (76) hat sich in einem Interview beim US-Sender "Fox News" zur Militäroperation "Epische Wut" geäußert. Zum Krieg mit dem Iran sagte er: "Das wird eine schnelle und entschlossene Aktion. Es wird keine Jahre dauern."

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"Diese Massenmörder zielen auf Zivilisten, wir zielen auf Terroristen"

Im Gespräch mit Moderator Sean Hannity (64) erklärte Netanjahu am frühen Dienstagmorgen, warum Israel und die USA aus seiner Sicht jetzt gehandelt hätten. Nach Angriffen auf Atomanlagen und Raketeninfrastruktur im Jahr 2025 habe der Iran begonnen, "neue Standorte, neue Anlagen, unterirdische Bunker zu bauen".

Wären nun keine Maßnahmen ergriffen worden, hätte man künftig nicht mehr eingreifen können. Das Raketen- und Atombombenprogramm wäre sonst "innerhalb von Monaten" unangreifbar gewesen, so Netanjahu. Zudem sagte er bei "Fox News": "Iran ist 50 Nordkoreas. Diese Massenmörder in Teheran zielen auf Zivilisten, wir zielen auf Terroristen."

Warnung vor Angriffen über die Region hinaus

Netanjahu warnte, der Iran hätte künftig Raketen entwickeln können, die bis in US-Städte reichen. "Wenn diese Massenmörder über Massenvernichtungswaffen verfügen, werden die Menschen fragen, warum Sie nichts dagegen unternommen haben", sagte er. Das Regime arbeite "fanatisch" daran, die USA "zu zerstören". Weiter erklärte er: "Die Guten müssen früh genug handeln. Das nennt man Frieden durch Stärke. Man muss stark sein, um die Freiheit und seine Werte zu schützen."

Den aktuellen Militärschlag bezeichnete Netanjahu als "Tor zu einem umfassenderen Frieden". Mit Irans Raketen, den "Waffen des Terrors", sei auch Zypern bombardiert worden. "Ich habe gesagt: Sie werden nicht sehr lange brauchen. Sie bombardieren uns und sie werden Europa bombardieren." Am Montag besuchte Netanjahu eine Stadt nahe Jerusalem, die von iranischen Raketen getroffen worden war.

"Kein Endlos-Krieg"

Einem langjährigen Konflikt erteilte der Regierungschef eine Absage. "Dieses Terrorregime im Iran ist am schwächsten Punkt, an dem es gewesen ist, seit es vor 47 Jahren den mutigen iranischen Menschen den Iran entrissen hat", sagte er. Deshalb werde es "eine schnelle und entschlossene Aktion" geben. Ziel sei es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das iranische Volk "die Kontrolle über sein Schicksal übernimmt" und eine demokratisch gewählte Regierung bilde.

Nach seinen Angaben habe sich auch US-Präsident Donald Trump bereits vor dessen Amtseinführung klar positioniert. Bei einem Treffen in Trumps Residenz Mar-a-Lago in Florida habe dieser gesagt: "Wir müssen verhindern, dass der Iran Atomwaffen bekommt", weil er darin eine klare Gefahr für die Sicherheit der Vereinigten Staaten sehe.

Die Entwicklungen in der dritten Kriegsnacht

In der Nacht auf Dienstag wurde die US-Botschaft in Riad (Saudi-Arabien) von zwei Drohnen angegriffen. Es entstand ein kleiner Brand, Verletzte gab es nicht. US-Präsident Trump kündigte an, die US-Armee werde "bald" Vergeltungsmaßnahmen ergreifen.

Israel griff nach eigenen Angaben unterdessen einen Radiosender im Iran sowie Ziele im Libanon an, darunter den Fernsehsender "Al-Manar TV", der mit der Hisbollah in Verbindung gebracht wird.

In der vorherigen Nacht hatte die Hisbollah nach der Tötung des geistlichen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel abgefeuert. Seitdem greift das israelische Militär Ziele im Libanon an.

(VOL.AT)

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