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Neue Analyse: Booster-Impfung senkt Long-COVID-Risiko

Eine große Auswertung zeigt: Wer gegen COVID-19 geimpft ist, entwickelt nach einer Infektion seltener Long-COVID.
Eine große Auswertung zeigt: Wer gegen COVID-19 geimpft ist, entwickelt nach einer Infektion seltener Long-COVID. ©APA
Eine große Auswertung zeigt: Wer gegen COVID-19 geimpft ist, entwickelt nach einer Infektion seltener Long-COVID. Besonders Auffrischungen könnten zusätzlich schützen – doch die Daten haben eine wichtige Einschränkung.

Long-COVID bleibt auch Jahre nach Beginn der Pandemie ein Thema: Wenn Beschwerden wie Erschöpfung, Atemprobleme oder Konzentrationsstörungen über Wochen bis Monate nach einer SARS-CoV-2-Infektion anhalten, sprechen Fachleute von Long-COVID bzw. Post-COVID. Für Betroffene kann das den Alltag massiv einschränken – umso wichtiger ist die Frage, ob Impfungen auch vor langfristigen Folgen schützen.

Was die neue Studie untersucht hat

Ein Forschungsteam hat in einem systematischen Review mit Metaanalyse geprüft, wie stark COVID-19-Impfungen das Risiko für Long-COVID nach einer späteren Infektion beeinflussen – und ob Booster-Impfungen einen Zusatznutzen bringen. Berücksichtigt wurden 31 Beobachtungsstudien, 11 davon konnten in die Metaanalyse einfließen.

Die wichtigsten Ergebnisse in Zahlen

Die Metaanalyse vergleicht das Long-COVID-Risiko über Odds Ratios (OR). Vereinfacht gilt: OR < 1 spricht für ein geringeres Risiko in der geimpften Gruppe.

  • Geimpft (irgendeine Dosis) vs. ungeimpft: OR 0,77 – das entspricht rund 23 % geringeren Long-COVID-Odds.
  • Grundimmunisierung vs. ungeimpft: OR 0,81.
  • Booster vs. ungeimpft: OR 0,74.
  • Booster vs. nur Grundimmunisierung: OR 0,77 – also ein Hinweis auf zusätzlichen Schutz durch Auffrischung.

Wichtig: Das sind relative Effekte (Odds), keine Aussage darüber, wie viele Fälle absolut verhindert werden.

Warum die Autoren trotzdem zur Vorsicht raten

Die Studie liefert ein klares Signal in Richtung Schutz, aber: Es handelt sich ausschließlich um Beobachtungsstudien. Solche Daten können durch Faktoren verzerrt sein – etwa durch Unterschiede im Gesundheitsverhalten, in der Diagnostik oder durch nicht vollständig erfasste Vorerkrankungen. Die Autoren bewerten die Evidenz deshalb als niedrige bzw. sehr niedrige Qualität.

Was das für die Praxis bedeutet

Die Ergebnisse stützen den Ansatz, dass aktuelle Impfungen nicht nur vor schweren Verläufen, sondern möglicherweise auch vor Long-COVID schützen können – besonders, wenn Auffrischungen rechtzeitig erfolgen. Welche Impfung wann empfohlen ist, regelt in Österreich der Impfplan 2025/2026 des Gesundheitsministeriums bzw. Nationalen Impfgremiums.

(VOL.AT)

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