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Neue Details: 88-Jähriger erschoss bei Linzer Gasthaus Frau und Tochter

Tödliche Schüsse vor Linzer Gasthaus.
Tödliche Schüsse vor Linzer Gasthaus. ©APA
Am Parkplatz neben einem Gasthaus in Linz-Urfahr hat laut Polizei am Donnerstag gegen 13.30 Uhr ein 88-Jähriger erst seine 89-jährige Frau sowie die 61-jährige Tochter, die aus Deutschland zu Besuch war, und dann sich erschossen.

Tatwaffe illegal besessen

Die sichergestellte Tatwaffe, eine Weltkriegswaffe, habe er illegal besessen. Auch ein Abschiedsbrief wurde bei den Toten - der Schütze dürfte ihn geschrieben haben - gefunden. Eine Obduktion der Toten wurde angeordnet.

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In der Wohnung des Mannes fanden die Ermittler weitere Munition und Magazine, die zur Tatwaffe passten. Über das Motiv herrschte am Abend noch Unklarheit. Die Ermittlungen waren noch im vollen Gange.

Die Stadt Linz und die ARGE Urfahranermarkt haben am frühen Donnerstagabend das für den Abend geplante Feuerwerk am Urfahraner Frühjahrsmarkt auf Samstag verschoben. Dafür soll heute um 21.30 Uhr eine Gedenkminute für die Opfer und die Hinterbliebenen abgehalten werden, währenddessen bleiben die Lichter der Fahrgeschäfte aus und stehen still.

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Tiefe Betroffenheit über mutmaßlichen zweifachen Femizid

"Abermals sind zwei Frauen durch einen Mann aus ihrem nächsten Umfeld ermordet worden", zeigten sich Justizministerin Anna Sporrer und Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (beide SPÖ) tief betroffen vom mutmaßlichen zweifachen Femizid in Linz. Erneut habe sich gezeigt: "Waffen gehören nicht in Wohnungen und nicht auf die Straße, nicht ungeschützt in den öffentlichen oder privaten Raum", hieß es in ihrem gemeinsamen Statement. Und sie appellierten: "Wenn Sie sich bedroht fühlen oder in Ihrem Umfeld Gewalt mitbekommen, wenden Sie sich bitte an eine der bestehenden Hilfseinrichtungen."

Für Oberösterreichs NEOS-Landessprecher Felix Eypeltauer beweist die "sinnlose und brutale Gewalttat" einmal mehr, welche "massive Gefahr für die Sicherheit" bestehe, wenn "ungeeignete Menschen Zugang zu Schusswaffen haben". Trotz erster Verschärfungen des Waffengesetzes und weiterer angekündigter Maßnahmen sprach er sich dafür aus, "den Zugang zu Schusswaffen auf ein Minimum zu beschränken".

Diese Tat führe einmal mehr auf "schlimmstmögliche Weise vor Augen, wie groß das Problem von Männergewalt gegen Frauen ist und zeigt den dringenden Handlungsbedarf, den wir hier als gesamte Gesellschaft haben", meinte die Frauenstadträtin Eva Schobesberger (Grüne).

Drei Gewaltverbrechen in Linz in der Öffentlichkeit seit März

Seit Mitte März ist die Gewalttat vom Donnerstag die dritte in Linz in der Öffentlichkeit. Zuerst wurde auf der Landstraße ein Passant niedergestochen und ein zweiter schwer verletzt. Mitte April schlug ein Mann auf dem Südbahnhof einem Sicherheitsmitarbeiter einer nahe gelegenen Bank mit einem Beil auf den Kopf und verletzte ihn schwer. Ebenfalls im April hatten Polizisten nach derzeitigem Ermittlungsstand in Notwehr einen mit Schere und Spritze bewaffneten Mann in einer Linzer Wohnung erschossen. Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) und der zuständige Stadtrat Michael Raml (FPÖ) haben danach Vertreter der Exekutive sowie aus dem Präventions- und Sozialbereich am 11. Mai zu einem Sicherheitsgipfel geladen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse werde der Gipfel erweitert, teilten Prammer und Raml am Abend mit und drückten zugleich den Hinterbliebenen der Opfer ihr "tiefes Mitgefühl" aus. Im Mittelpunkt stehe "eine umfassende Analyse des aktuellen Lagebilds". Nun sei zudem die "gesamte Stadtregierung" eingeladen.

(APA)

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