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Neue Verfassung: Nordkorea setzt auf automatische Atom-Rache

Nordkorea verschärft seine Atomdoktrin drastisch: Laut Bericht ist das Militär künftig verpflichtet, automatisch nuklear zurückzuschlagen.
Nordkorea verschärft seine Atomdoktrin drastisch: Laut Bericht ist das Militär künftig verpflichtet, automatisch nuklear zurückzuschlagen. ©APA/AFP
Nordkorea verschärft seine Atomdoktrin drastisch: Laut Bericht ist das Militär künftig verpflichtet, automatisch nuklear zurückzuschlagen – sollte Machthaber Kim Jong-un getötet oder handlungsunfähig werden.

Nordkoreas Führung hat laut internationalen Medienberichten eine weitreichende Änderung der Verfassung beschlossen – mit direkten Folgen für die globale Sicherheitslage.

Automatischer Atomschlag bei Angriff auf Kim

Wie die britische Zeitung „The Telegraph“ berichtet, wurde die Verfassung in Pjöngjang bereits im März 2026 angepasst. Zentraler Punkt: Sollte Machthaber Kim Jong-un getötet werden oder nach einem Angriff nicht mehr handlungsfähig sein, ist das Militär verpflichtet, automatisch einen nuklearen Gegenschlag auszuführen.

In der überarbeiteten Passage heißt es demnach, dass bei einer Gefährdung des nuklearen Führungssystems „unverzüglich ein Nuklearschlag eingeleitet“ wird.

Nordkorea baut Abschreckung weiter aus

Nordkorea gilt seit Jahren als Atommacht. Geheimdienste schätzen, dass das Land über bis zu 60 nukleare Sprengköpfe sowie rund 2000 Kilogramm hochangereichertes Uran verfügen könnte.

Mit der Verfassungsänderung wird diese militärische Fähigkeit nun institutionell abgesichert. Gleichzeitig wird Kim Jong-un offiziell als Staatsoberhaupt mit alleiniger Befehlsgewalt über die Atomstreitkräfte festgeschrieben.

Experte sieht Zusammenhang mit internationaler Entwicklung

Laut „Telegraph“ sieht der Historiker und Nordkorea-Experte Andrei Lankov einen möglichen Auslöser in jüngsten geopolitischen Ereignissen. Demnach könnten gezielte Angriffe auf politische Führungen in anderen Ländern als Warnsignal für Pjöngjang gedient haben.

Lankov erklärte, solche Entwicklungen hätten gezeigt, wie schnell Führungsspitzen ausgeschaltet werden könnten – und könnten Nordkorea dazu veranlasst haben, seine Abschreckungsstrategie zu verschärfen.

Bruch mit Südkorea-Politik

Neben der Atomdoktrin wurde laut Medienberichten auch die Haltung gegenüber Südkorea angepasst. Passagen zur möglichen Wiedervereinigung wurden aus der Verfassung gestrichen.

Damit entfernt sich Nordkorea weiter von früheren politischen Zielen und setzt stärker auf Konfrontation und Abschreckung.

(VOL.AT)

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