Neuer Iran-Führer verschwunden: USA bieten Mega-Belohnung
Im Zuge des anhaltenden Krieges mit dem Iran haben die Vereinigten Staaten eine hohe Belohnung für Informationen über den Aufenthaltsort des neuen iranischen Obersten Führers Mojtaba Khamenei angekündigt. Das US-Außenministerium teilte am Freitag mit, dass 10 Millionen Dollar (rund 8,7 Millionen Euro) für Hinweise gezahlt werden, die zur Ergreifung Khameneis oder anderer hochrangiger Verantwortlicher führen.
Der 56-Jährige war erst am Sonntag zum Obersten Führer des Iran ernannt worden. Er trat damit die Nachfolge seines Vaters Ayatollah Ali Khamenei an, der am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff ums Leben gekommen war.
Zweifel am Zustand des neuen iranischen Obersten Führers
Nach Angaben aus Washington soll Mojtaba Khamenei bei den jüngsten Angriffen verletzt worden sein. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte am Freitag, man gehe davon aus, dass der neue religiöse Führer verwundet sei.
"Wir wissen, dass der neue, sogenannte, nicht mehr ganz so Oberste Führer verletzt und vermutlich entstellt ist", sagte Hegseth.
Auch US-Präsident Donald Trump äußerte sich ähnlich. In einem Radiointerview mit Fox News sagte er: "Aber er ist wahrscheinlich in irgendeiner Form am Leben." Eine von Khamenei veröffentlichte Erklärung werte Washington als ungewöhnlich schwach – sie sei lediglich schriftlich verbreitet worden, ohne Video oder Tonaufnahme.
Dass der neue Machthaber seit seiner Ernennung nicht öffentlich aufgetreten ist, sorgt laut Berichten auch innerhalb des iranischen Machtapparats für Unruhe.
(Red./APA)