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Neuer Reparaturzuschuss startet 2026 – deutlich kleinere Förderung

Reparaturbonus gestrichen – neue Prämie startet mit weniger Geld.
Reparaturbonus gestrichen – neue Prämie startet mit weniger Geld. ©CANVA
Ab 2026 ersetzt die „Geräte-Retter-Prämie“ den Reparaturbonus. Förderhöhe und Geräteliste werden reduziert. Was Konsumenten jetzt wissen müssen.

Ab 16. Jänner 2026 ersetzt die sogenannte „Geräte-Retter-Prämie“ den bisherigen Reparaturbonus. Das neue Modell bringt für Konsumentinnen und Konsumenten eine deutlich geringere Unterstützung: Gefördert wird nur noch die Hälfte der Reparaturkosten – maximal 130 Euro pro Fall. Zudem ist der Kreis der förderfähigen Geräte stark eingeschränkt.

Weniger Geld, weniger Geräte

Die bisherige Förderung, die im Mai 2025 ausgelaufen ist, war deutlich großzügiger: Bis zu 200 Euro pro Reparatur konnten für unterschiedlichste Alltagsgeräte geltend gemacht werden. Nun wird deutlich gespart. Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) begründet die Änderungen mit einer „gezielten Ausrichtung auf jene Geräte, die im Haushalt am häufigsten gebraucht werden und besonders ressourcenintensiv sind“.

Nicht mehr förderfähig sind künftig Smartphones, Mobilgeräte, E-Bikes, Fahrräder, Unterhaltungs-, Wellness- und Luxusgeräte. Stattdessen konzentriert sich die neue Prämie auf essenzielle Haushalts- und Pflegegeräte. Dazu zählen etwa Waschmaschinen, Kühlschränke, Tiefkühler, Staubsauger, Akkubohrer sowie weitere Werkzeuge für den Heimgebrauch.

Neu: Unterstützung für Pflege- und Medizinprodukte

Erstmals umfasst die Förderung auch medizinische Hilfsmittel. Rollstühle, Pflegebetten, Beatmungsgeräte oder Blutdruckmessgeräte können ab 2026 ebenfalls über die „Geräte-Retter-Prämie“ bezuschusst werden.

Registrierung läuft bereits

Reparaturbetriebe, die künftig Partner des Programms werden möchten, können sich bereits jetzt über die offizielle Plattform registrieren. Die Prüfung der eingereichten Betriebe übernimmt erneut die Kommunalkredit Public Consulting (KPC).

Konsumentinnen und Konsumenten können ab 12. Jänner 2026 ihren Förderbon online erstellen. Dieser wird beim Reparaturbetrieb eingelöst – die Auszahlung erfolgt direkt an die Antragstellenden.

Deutlich kleinerer Rahmen

Während der ursprüngliche Reparaturbonus unter der damaligen Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) 2022 eingeführt wurde und mit rund 254 Millionen Euro aus EU- und nationalen Mitteln dotiert war, fällt das neue Programm deutlich schlanker aus. Für die Jahre 2026 bis 2028 sind jährlich nur noch 30 Millionen Euro vorgesehen – ausschließlich aus nationalen Mitteln. EU-Gelder kommen diesmal nicht zum Einsatz.

Der bisherige Bonus wurde rund 1,8 Millionen Mal eingelöst. Nach Betrugsfällen musste das Programm 2023 vorübergehend gestoppt werden – ein Faktor, der bei der Neuausrichtung offenbar mitbedacht wurde. Laut Totschnig soll das neue System „budgetschonender und kosteneffizienter“ sein.

(VOL.AT)

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