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Nikotinprodukte: Trafikanten begrüßen neue Regeln

„Mit der Monopolisierung und Lizensierung wird der unkontrollierte Zugang für Jugendliche wirksam eingeschränkt.“
„Mit der Monopolisierung und Lizensierung wird der unkontrollierte Zugang für Jugendliche wirksam eingeschränkt.“ ©Canva
Der Epidemiologiebericht Sucht 2025 zeigt anhaltenden Nikotinkonsum unter Jugendlichen. Die Trafikanten sehen in der seit April geltenden Regulierung von Nikotinbeuteln und E-Zigaretten einen wichtigen Schritt zur besseren Kontrolle und zum Jugendschutz.

Der "Epidemiologiebericht Sucht 2025" der Gesundheit Österreich macht deutlich, dass Nikotinkonsum unter Jugendlichen weiterhin verbreitet ist. Besonders häufig betrifft dies neuartige Produkte wie Nikotinbeutel und E-Zigaretten.

Neue gesetzliche Regelung seit April

Seit 1. April ist der Verkauf dieser Produkte im Tabakmonopolgesetz klar geregelt. Demnach dürfen Nikotinbeutel und E-Zigaretten nur noch über Trafiken sowie den Fachhandel vertrieben werden. Die Produkte müssen zudem über staatlich lizenzierte Großhändler bezogen werden, wodurch Kontrollen gezielter durchgeführt werden können.

Kritik an früherem Graubereich

Zuvor war der Markt für neue Nikotinprodukte in Österreich nur eingeschränkt reguliert. Nikotinbeutel waren unter anderem auch über ausländische Online-Anbieter oder unregulierte Verkaufsstellen erhältlich, oft ohne ausreichende Alterskontrollen.

Otmar Schwarzenbohler, Obmann des Bundesgremiums der Tabaktrafikanten in der Wirtschaftskammer Österreich, sieht darin einen Zusammenhang mit den aktuellen Zahlen: "Genau diese Rahmenbedingungen haben zu den Zahlen geführt, die wir jetzt im Epidemiologiebericht gesehen haben."

Trafiken als kontrollierte Verkaufsstellen

Schwarzenbohler betont die Rolle der Trafiken beim Jugendschutz: "In der Trafik liegt die lebende Expertise zum verantwortungsvollen Umgang mit Nikotinprodukten." Er bewertet die Neuregelung daher positiv, da der Verkauf nun auf kontrollierte Vertriebskanäle beschränkt sei.

Forderung nach konsequenter Kontrolle

Die neuen Bestimmungen sollen laut Branchenvertretung mehr Transparenz schaffen und den Zugang für Minderjährige erschweren. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Wirksamkeit der Regelung wesentlich von konsequenten Kontrollen abhängt.

"Nikotinhaltige Produkte gehören nicht in die Hände von Jugendlichen", so Schwarzenbohler. Der Epidemiologiebericht zeige den Handlungsbedarf, die gesetzlichen Anpassungen seien ein erster Schritt, der nun auch entsprechend überwacht werden müsse.

(VOL.AT)

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