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Nukleare Fracht und Explosionen: Mysteriöser Untergang von Russen-Schiff vor Spanien

Zwischenfall im Mittelmeer: Ermittler rätseln über Explosionen.
Zwischenfall im Mittelmeer: Ermittler rätseln über Explosionen. ©Screenshot Youtube/CNN
Ein russisches Frachtschiff sank Ende Dezember 2024 vor der spanischen Küste nach Explosionen an Bord. Ermittlungen deuten darauf hin, dass möglicherweise Teile für Nuklearreaktoren geladen waren.

Explosionen vor Spaniens Küste

Rund 60 Kilometer vor der spanischen Küste kam es am 23. Dezember 2024 zu einem rätselhaften Zwischenfall: Das russische Frachtschiff "Ursa Major" geriet nach mehreren Explosionen in Seenot und sank schließlich im Mittelmeer. Die genauen Umstände sind bis heute ungeklärt.

Die "Ursa Major", zwei Tage vor dem Zwischenfall.

Laut verfügbaren Informationen war das Schiff ursprünglich auf dem Weg nach Wladiwostok. An Bord befanden sich laut Frachtliste unter anderem große "Schachtabdeckungen", leere Container sowie schwere Kräne. Begleitet wurde die "Ursa Major" von zwei russischen Militärschiffen.

Notruf und dramatische Rettung

Kurz nachdem das Schiff die Straße von Gibraltar passiert hatte, reduzierte es auffällig die Geschwindigkeit. Einen Tag später setzte die Besatzung einen Notruf ab: Drei Explosionen auf der Steuerbordseite hatten das Schiff manövrierunfähig gemacht.

Das Schiff unter Beobachtung der portugiesischen Navy. ©AFP

Vierzehn Crewmitglieder konnten von einem spanischen Rettungsschiff geborgen werden. Ein russisches Begleitschiff forderte später deren Übergabe – die spanischen Behörden kamen dieser Aufforderung jedoch nicht nach.

Weitere Explosionen und Untergang

Zunächst schien die "Ursa Major" stabil zu bleiben. Doch wenig später kam es erneut zu Explosionen, nachdem eines der russischen Militärschiffe Leuchtraketen abgefeuert hatte. Kurz darauf sank das Frachtschiff.

Eine Woche später wurde das russische Spezialschiff "Yantar" über dem Wrack gesichtet. Während seines mehrtägigen Aufenthalts wurden erneut Explosionen registriert.

Hinweise auf nukleare Ladung

Im Zuge der Ermittlungen gab der Kapitän laut Befragungen an, dass sich an Bord zwei Komponenten für nukleare Reaktoren befunden hätten. Zudem soll er davon ausgegangen sein, dass das Schiff möglicherweise in Richtung Nordkorea umgeleitet werden sollte.

Ermittler stuften die ursprüngliche Route als ungewöhnlich ein – auch weil alternative Transportwege bestanden hätten.

US-Flugzeuge untersuchen Gebiet

Nach dem Vorfall entsandte das US-Militär mehrfach Spezialflugzeuge vom Typ WC-135R über die Unglücksstelle. Diese Maschinen sind darauf ausgelegt, radioaktive Partikel in der Atmosphäre zu messen.

Hinweise auf eine erhöhte Strahlenbelastung entlang der spanischen Küste wurden von den Behörden bislang nicht bestätigt. Experten gehen zudem davon aus, dass die transportierten Reaktorteile wahrscheinlich keinen nuklearen Brennstoff enthielten.

Ursache weiter unklar

Was die Explosionen letztlich auslöste, ist Gegenstand von Spekulationen. Der Betreiber des Schiffes sprach wenige Tage nach dem Vorfall von einem "gezielten Terroranschlag".

Spanische Ermittler vermuten, dass ein Loch im Rumpf durch einen speziellen Torpedo verursacht worden sein könnte. Andere Fachleute halten hingegen eine Haftmine für plausibler.

(VOL.AT)

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