Olympia: Teamkombi als Nervenprobe: Ortlieb und Rädler gefordert
Um 10.30 Uhr beginnt der Speed-Bewerb, um 14.00 Uhr folgt die Entscheidung.
Ortlieb und Rädler müssen damit in der Abfahrt eine möglichst gute Ausgangsposition für ihre jeweiligen Partnerinnen schaffen.
US-Duo klare Favoritinnen
Als Topfavoritinnen gelten die US-Weltmeisterinnen Breezy Johnson und Mikaela Shiffrin. Das Duo gewann die erste Teamkombi dieser Art und gilt auch in Cortina als Maß der Dinge. Österreich hofft unter anderem auf Cornelia Hütter und Katharina Truppe (AUT1).
Truppe bringt WM-Bronze-Erfahrung mit, nach dem Karriereende von Stephanie Venier tritt sie erstmals mit einer neuen Partnerin an. Die beiden nennen sich aufgrund ihres Backgrounds "Bauer-Power". "Die Teamkombi fördert den Zusammenhalt, man kann Teamgeist zeigen", sagte Truppe. "Es müssen beide liefern und gut fahren."
Rädler mit guter Ausgangslage
Ariane Rädler zeigte zuletzt mit Platz acht in der Abfahrt eine solide Leistung. Sie habe alles geben können und sich mit der Strecke angefreundet. Ihre Slalom-Partnerin Katharina Huber will den zweiten Teil der Teamkombi wie jeden anderen Slalom angehen. "Das Zuschauen bei der Abfahrt wird nervenaufreibend. Das macht schon was mit dir, es ist jedenfalls ein megacooler Bewerb. Es kann nach der Abfahrt im Slalom noch sehr viel passieren."
Ortlieb nach Sturz wieder zuversichtlich
Die Vorarlbergerin Nina Ortlieb, die gemeinsam mit Katharina Gallhuber antritt, war zuletzt in der Abfahrt gestürzt. Am Montag testete sie die Tofana-Strecke noch einmal im offiziellen Training. Danach gab sie vorsichtig Entwarnung. "In der Bewegung war es kein Problem, ich bin erleichtert." Sie habe im oberen Streckenteil noch Anpassungen vorgenommen und ein besseres Gefühl entwickelt. "Für morgen habe ich einen besseren Plan."
Ortlieb und Gallhuber gehen als Außenseiterinnen ins Rennen. "Wir sind kompletter Außenseiter, wir können als Team nur überraschen. Aber träumen darf man ja", sagte Gallhuber. Ortlieb betonte zudem den besonderen Team-Aspekt des Bewerbs: Die Teamkombination sei auch ein Appell an kleinere Nationen, sowohl Speed- als auch Technikläuferinnen zu fördern.
(APA)