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Ostermond: Was hinter dem "Pink Moon" steckt

Am 2. April 2026 um ca. 4.12 Uhr erreicht der Vollmond seinen Höhepunkt. Der sogenannte "Pink Moon" sorgt jedes Jahr für Verwirrung und bringt heuer sogar eine seltene Besonderheit mit sich.

In den frühen Morgenstunden des 2. April ist es wieder so weit: Der Vollmond zeigt sich in seiner ganzen Pracht. Traditionell wird dieser April-Vollmond "Pink Moon" genannt, ein Begriff, der oft für Verwirrung sorgt. Denn tatsächlich erscheint der Mond dabei keineswegs pink.

Der Name hat seinen Ursprung bei den Algonquin, einem indigenen Volk Nordamerikas. Sie benannten die Vollmonde nach wiederkehrenden Naturereignissen. Im April stand dabei die Blüte der rosa Flammenblume (Phlox) im Mittelpunkt. Der "Pink Moon" ist also ein Symbol für den Frühling, nicht für die Farbe des Mondes selbst.

Flammenblumen (Phlox) sind aufgrund ihrer Vielfalt, Farbenpracht und Pflegeleichtigkeit eine hervorragende Wahl für den Garten. ©AFP

Ostermond bestimmt das Festdatum

Der April-Vollmond hat auch eine besondere Bedeutung im christlichen Kalender. Als sogenannter Ostermond legt er den Termin für das wichtigste Fest im Kirchenjahr fest: Ostersonntag fällt immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling.

2026 fiel die Tag-und-Nacht-Gleiche auf den 20. März, der darauffolgende Vollmond am 2. April bestimmt somit das Osterdatum: Gefeiert wird am 5. April. Generell kann Ostern zwischen dem 22. März und dem 25. April liegen, je nach Mondphase.

Heuer ein "Minimond"

Der diesjährige "Pink Moon" bringt noch eine Besonderheit mit sich: Er erscheint kleiner als gewohnt. Grund dafür ist die Entfernung zur Erde. Der Mond bewegt sich auf einer elliptischen Bahn und schwankt zwischen rund 356.000 und 406.000 Kilometern Abstand.

Am 2. April befindet er sich in Erdferne, Astronomen sprechen daher von einem "Minimond", dem Gegenstück zum bekannteren "Supermond". Auch die Gezeiten sind in dieser Phase etwas schwächer ausgeprägt.

Farbspiel nur ein Zufall

Ganz ausgeschlossen ist ein rötlicher oder rosafarbener Schimmer am Himmel allerdings nicht. Dieser hat jedoch nichts mit dem Namen zu tun. Vielmehr ist die Erdatmosphäre verantwortlich: Steht der Mond tief am Horizont, muss sein Licht einen längeren Weg durch die Luft zurücklegen. Dabei werden bestimmte Lichtanteile gestreut – der Mond kann gelblich, orange oder sogar leicht rosa erscheinen.

Je nach Luftqualität, Dunst oder Partikeln in der Atmosphäre fällt dieser Effekt unterschiedlich stark aus. Ein tatsächlich "pinker" Mond bleibt aber ein seltenes Zufallsprodukt.

Viele Namen für einen Mond

Neben "Pink Moon" ist der April-Vollmond auch unter anderen Bezeichnungen bekannt, etwa als Grasmond, Eimond oder Fischmond. Sie alle haben ihren Ursprung in der Landwirtschaft und spiegeln den Neubeginn der Natur im Frühling wider.

Egal unter welchem Namen: Der erste Vollmond nach dem Winter markiert seit jeher einen besonderen Moment im Jahreslauf, auch ohne rosa Farbe.

(VOL.AT)

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