Papier statt digital: Analoger Ansatz bei Alpla sorgt für Diskussionen
Der Vorarlberger Unternehmer Philipp Lehner hat mit seinem Bekenntnis zur handschriftlichen Zeitplanung eine breite Diskussion ausgelöst. Wie die "Neuen Zürcher Zeitung" berichtet, misst der CEO des Verpackungskonzerns Alpla dem Papierkalender im Führungsalltag eine besondere Bedeutung bei.
Auch VOL.AT hat darüber berichtet: Papier statt Outlook: "Ich will nur noch Führungskräfte mit Papierkalender"
In einer aktuellen VOL.AT-Umfrage überwiegt die Zustimmung zu diesem Ansatz. Rund 60 Prozent der Teilnehmer bewerten die analoge Planung positiv und sehen darin Vorteile für Fokus und Struktur im Arbeitsalltag. Ein weiterer Teil der Befragten hält den Zugang zwar für interessant, jedoch nicht für alle Teams gleichermaßen geeignet. Eine Minderheit äußert sich skeptisch. An der Umfrage beteiligten sich mehr als 2000 Nutzer, die Reichweite lag bei rund 40.000 Aufrufen.
Eine zweite Umfrage zur persönlichen Organisation bestätigt dieses gemischte Bild. 41 Prozent der Teilnehmer planen ihren Alltag überwiegend handschriftlich, 32 Prozent kombinieren analoge und digitale Methoden. Rein digitale Tools nutzen 22 Prozent, ein kleiner Anteil plant kaum oder gar nicht.
Unterschiedliche Sichtweisen in den Kommentaren
In den Kommentaren werden verschiedene Perspektiven sichtbar. Befürworter verweisen auf Entschleunigung, bessere Konzentration und eine klarere Priorisierung durch handschriftliche Planung. Kritische Stimmen thematisieren hingegen vor allem praktische Fragen, etwa den zusätzlichen Aufwand durch parallele Systeme oder die Koordination in internationalen Arbeitsumfeldern.
Signalwirkung über Alpla hinaus
Die Aussagen stammen vom CEO eines der umsatzstärksten Unternehmen Vorarlbergs und finden daher besondere Beachtung. Die Diskussion zeigt, dass Fragen rund um Zeitmanagement und Arbeitsorganisation viele Beschäftigte betreffen – unabhängig davon, ob analog oder digital geplant wird.
(VOL.AT)