Pilot nutzt Linienflug für privaten Tiefflug über sein Elternhaus
Zwischenfall auf Linienflug
Ein Pilot der isländischen Fluggesellschaft Icelandair wird derzeit intern untersucht. Hintergrund ist ein Vorfall am Samstag, bei dem ein Boeing-757-Flugzeug auf dem Weg von Frankfurt einen ungeplanten Tiefflug über die Stadt Vestmannaeyjar absolvierte.
Nach bisherigen Informationen soll der Pilot den Kurs eigenmächtig geändert haben, um über sein Elternhaus auf den Westmännerinseln zu fliegen. Eine Genehmigung des Unternehmens lag dafür offenbar nicht vor.
Klare Regeln im Flugverkehr
Icelandair bestätigte den Vorfall. Chef-Flugbetriebsleiterin Linda Gunnarsdóttir bezeichnete ihn als "sehr ernste Angelegenheit". Wörtlich sagte sie: "Das ist eine sehr ernste Angelegenheit, die wir hier intern untersuchen werden. In der Luftfahrt ist es so, dass alles sehr strikt nach Arbeitsabläufen, Checklisten und ähnlichen Vorgaben geregelt ist – und das fällt nicht in diesen Rahmen."
Ob die Passagiere über den ungewöhnlichen Tiefflug informiert wurden, konnte Gunnarsdóttir nicht bestätigen. Auch zu möglichen Konsequenzen für den Piloten äußerte sie sich nicht. Fest steht jedoch: Der betroffene Pilot befindet sich bereits im Ausscheiden aus dem Unternehmen.
Untersuchung läuft
Der Vorfall wird derzeit unternehmensintern geprüft. Weitere Details oder mögliche disziplinarische Maßnahmen sind bislang nicht bekannt.
(VOL.AT)