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Plötzlicher Virusausbruch: Flughäfen verschärfen die Gesundheitskontrollen

Wegen Nipah-Virus: Asien verschärft Kontrollen an Flughäfen (Archivbild aus der Corona-Pandemie)
Wegen Nipah-Virus: Asien verschärft Kontrollen an Flughäfen (Archivbild aus der Corona-Pandemie) ©AFP; Wikimedia
Ein gefährliches Virus sorgt aktuell für Besorgnis in Teilen Asiens. Mehrere Länder haben ihre Gesundheitskontrollen an Flughäfen verstärkt und bereiten sich auf mögliche Infektionen vor.

Maßnahmen in mehreren Staaten

Thailand kontrolliert seit Sonntag Passagiere an drei internationalen Flughäfen in Bangkok und Phuket. Auch Nepal hat damit begonnen, an seinem Flughafen in Kathmandu sowie an mehreren Grenzübergängen zu Indien Reisende medizinisch zu überprüfen. In Taiwan schlagen Gesundheitsbehörden vor, das Nipah-Virus als "Kategorie-5-Erkrankung" einzustufen – eine Klassifikation für seltene oder neuartige Infektionen mit erheblichem Risiko für die öffentliche Gesundheit.

Fünf bestätigte Fälle in Indien

Auslöser der aktuellen Maßnahmen ist ein Ausbruch im indischen Bundesstaat Westbengalen. Dort wurden Anfang Jänner fünf Beschäftigte im Gesundheitswesen positiv auf das Virus getestet, eine Person befindet sich laut lokalen Medien in kritischem Zustand. Rund 110 Kontaktpersonen wurden unter Quarantäne gestellt. Die Infektionen stehen in Verbindung mit einem privaten Krankenhaus in der Stadt Barasat.

Übertragung, Symptome und Gefährdung

Das Nipah-Virus kann von Tieren wie Flughunden oder Schweinen auf Menschen übertragen werden. Eine direkte Ansteckung zwischen Menschen oder über kontaminierte Lebensmittel ist ebenfalls möglich. Die Sterblichkeitsrate liegt laut Weltgesundheitsorganisation zwischen 40 und 75 Prozent – es gibt weder Impfstoffe noch zugelassene Medikamente gegen die Krankheit.

Infizierte zeigen teils unspezifische Symptome wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Übelkeit und Halsschmerzen. In schweren Fällen kann eine Gehirnentzündung (Enzephalitis) auftreten, die tödlich verlaufen kann.

Rückblick auf frühere Ausbrüche

Erstmals wurde das Virus 1998 unter Schweinehaltern in Malaysia nachgewiesen, wo über 100 Menschen starben und rund eine Million Tiere getötet wurden. In den folgenden Jahren wurde Bangladesch regelmäßig von Ausbrüchen betroffen. In Indien kam es 2001 und 2007 in Westbengalen sowie zuletzt 2018 und 2023 im Bundesstaat Kerala zu Infektionen mit teils tödlichem Ausgang.

Regionale Vorsicht, globale Aufmerksamkeit

Zwar wurden bislang keine Fälle außerhalb Indiens gemeldet, dennoch zeigen die Reaktionen in Thailand, Nepal und Taiwan die internationale Sensibilität gegenüber einem möglichen grenzüberschreitenden Ausbruch. Laut einer Sprecherin der thailändischen Seuchenschutzbehörde sei man "ziemlich zuversichtlich", eine Ausbreitung verhindern zu können.

(VOL.AT)

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