Polizei ermittelt nach mysteriösem Todesfall in Seniorenheim
Leiche wies zunächst keine Spuren auf
Die Frau wurde am Mittwoch tot in ihrem Zimmer aufgefunden. Wie es heißt, wies die Leiche keine sichtbaren Verletzungen auf. Erst nach einer gerichtsmedizinischen Untersuchung ergaben sich Hinweise auf Fremdverschulden. Die Polizei spricht von Erstickung als Todesursache.
Ein Ring sei demnach in den Hals der Toten gedrückt worden. Ob es sich dabei um eine gezielte Botschaft handelt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Polizei prüft sowohl ein mögliches Motiv im familiären Umfeld als auch einen Raubüberfall durch eine externe Person.
Zugang zum Heim offenbar kaum kontrolliert
Nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittlungen war der Zugang zur Residenz bis vor kurzem nur geringfügig gesichert. Erst seit Bekanntwerden des mutmaßlichen Tötungsdelikts kontrolliere ein privater Sicherheitsdienst alle Besucher. Zuvor habe lediglich ein Portier am Empfang gesessen.
Die Park Residenz Döbling gilt als eines der exklusivsten Seniorenheime der Stadt. Die monatlichen Kosten beginnen Berichten zufolge bei etwa 2000 Euro für eine 30-Quadratmeter-Wohnung.
Weitere Todesfälle in der Vergangenheit
Wie aus Medienberichten hervorgeht, handelt es sich bereits um den dritten Todesfall in der Einrichtung innerhalb weniger Jahre. In zwei Fällen, die sieben Jahre zurückliegen, wurde nicht weiter ermittelt. Angehörige hatten damals Verdacht geschöpft, jedoch wurden keine strafrechtlichen Konsequenzen gezogen.
Mordgruppe des Landeskriminalamts übernimmt
Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen. Aktuell suchen die Fahnder nach dem letzten Besucher der Pensionistin. Die Ermittler zeigen sich laut Polizeiinformationen vorsichtig optimistisch, das Verbrechen bald aufklären zu können.
(VOL.AT)