Pornhub-Datenleck: Über 200 Millionen sensible Nutzeraktivitäten veröffentlicht
Die Onlineplattform Pornhub ist indirekt Opfer eines umfangreichen Datenlecks geworden. Laut dem auf Cybersicherheit spezialisierten Medium "BleepingComputer" haben Hacker 94 Gigabyte an Nutzerdaten erbeutet, darunter Suchverläufe, Wiedergabe- und Download-Aktivitäten von Premium-Mitgliedern.
Angriff auf Analysefirma Mixpanel
Die Daten stammen nicht direkt von Pornhub selbst, sondern von dem externen Datenanalyseanbieter Mixpanel. Dort wurde am 8. November ein sogenannter Smishing-Angriff festgestellt. Über manipulierte SMS wurden Mitarbeiterkonten kompromittiert, wodurch sich die Täter Zugang zu den Systemen verschaffen konnten.
Gruppe ShinyHunters bekennt sich
Zur Tat bekannte sich die Hackergruppe ShinyHunters. Laut dem Bericht verschicken die Täter E-Mails mit der Drohung, die erbeuteten Informationen zu veröffentlichen, sollte kein Lösegeld gezahlt werden. Die genaue Höhe der Forderung ist nicht bekannt.
Pornhub bestätigt Vorfall
In einem Sicherheitshinweis erklärte Pornhub, dass ein Cybersicherheitsvorfall bei Mixpanel eine begrenzte Anzahl an Premium-Nutzern betreffe. Die Plattform betonte, dass die eigenen Systeme nicht betroffen seien und keine Passwörter, Zahlungs- oder Finanzinformationen offengelegt wurden. Zudem sei die Zusammenarbeit mit Mixpanel bereits im Jahr 2021 beendet worden. Bei den gestohlenen Daten handle es sich um historische Analysen bis spätestens 2021.
Inhalte der gestohlenen Datensätze
Laut "BleepingComputer" enthält eine Stichprobe der entwendeten Informationen unter anderem E-Mail-Adressen, Aktivitätstypen, Video-URLs, Titel, Schlagwörter sowie Zeitstempel – allesamt verknüpft mit den jeweiligen Premium-Nutzern.
Pornhub empfiehlt Wachsamkeit
Pornhub hat eigenen Angaben zufolge interne Untersuchungen eingeleitet und arbeitet dabei mit externen Sicherheitsexperten zusammen. Nutzer werden aufgefordert, ihre Konten auf verdächtige Aktivitäten und Phishing-Mails zu überprüfen.
(VOL.AT)