Probleme auf Trumps Mega-Flugzeugträger beschäftigen Kroatien
Reparaturen statt Routinebesuch
Das größte Kriegsschiff der Welt hat in Kroatien festgemacht – und sorgt dort für Aufmerksamkeit. Die "USS Gerald R. Ford", Flaggschiff der 6. US-Flotte, lief am Wochenende in den Hafen von Split ein. Laut offiziellen Angaben soll sich die Crew nach einem langen Einsatz erholen.
Doch hinter dem Besuch steckt mehr: Wie das kroatische Außenministerium bestätigt, werden am Schiff auch Wartungsarbeiten durchgeführt. Der Aufenthalt dürfte daher weniger entspannt verlaufen als zunächst dargestellt.
Brand mit weitreichenden Folgen
Auslöser der Probleme ist ein Feuer, das am 12. März in der Wäscherei des Flugzeugträgers ausbrach. Die Schäden sind erheblich: Mehrere Schlafbereiche für rund 600 Besatzungsmitglieder sind derzeit nicht nutzbar. Insgesamt mussten etwa 1.000 Matratzen ersetzt werden.
Zusätzlich könnten elektrische Anlagen beschädigt worden sein. Auch der Ausfall der Wäscherei erschwert den Alltag für die rund 5.000 Menschen an Bord deutlich.
Verlegung aus Sicherheitsgründen
Zuvor lag das Schiff in Souda Bay auf Kreta, wo eine Reparatur geplant war. Laut Einschätzung der US-Navy wurde der Standort jedoch als zu riskant bewertet – unter anderem wegen der Nähe zu potenziellen Gefahrenzonen im Nahen Osten.
Die Verlegung in die Adria sollte mehr Sicherheit bieten und die Arbeiten erleichtern.
Längerer Aufenthalt erwartet
Fachleute gehen davon aus, dass sich über die lange Einsatzdauer seit Juni 2025 ein erheblicher Wartungsbedarf angesammelt hat. Eine vollständige Wiederherstellung der Einsatzfähigkeit könnte daher noch Monate dauern.
Damit wird aus dem ursprünglich kurzen Zwischenstopp wohl ein längerer Aufenthalt – und Split vorübergehend zu einem wichtigen Stützpunkt für Reparaturen der US-Marine.
Größtes Kriegsschiff der Welt
Die "USS Gerald R. Ford" ist 333 Meter lang und wird von einem Atomreaktor angetrieben. Sie bietet Platz für bis zu 90 Flugzeuge und Hubschrauber und hat eine Besatzung von rund 4.600 Personen.
Seit Ende Februar ist das Schiff Teil eines Militäreinsatzes der USA im Nahen Osten.
(VOL.AT)