Risk Map 2026: Diese Länder sollten Sie jetzt besser meiden
Jedes Jahr werfen Sicherheitsexperten einen detaillierten Blick auf die Welt – und liefern mit der sogenannten Risk Map eine globale Risikoanalyse für Reisende. Die aktuelle Karte für 2026 zeigt: Die geopolitischen Spannungen nehmen zu, einige Regionen sind unsicherer als je zuvor. Besonders betroffen: Teile von Afrika, Lateinamerika und weiterhin klassische Krisenregionen wie Afghanistan und die Ukraine.
Was ist die Risk Map?
Erstellt wird die Karte vom Hamburger Analyseunternehmen A3M, das auf Krisenfrüherkennung spezialisiert ist. Grundlage der Einschätzung sind Daten aus über 500 Quellen – von Nachrichtenagenturen bis hin zu Reisehinweisen internationaler Ministerien. Das Ergebnis: eine Weltkarte, die die Sicherheitslage von Ländern in fünf Risikostufen einteilt – von dunkelgrün (sehr sicher) bis rot (äußerst gefährlich).
Bewertet werden nicht nur Konflikte oder Terrorgefahr. Auch Faktoren wie Kriminalitätsrate, Demonstrationen, Infrastruktur, Gesundheitsversorgung, Naturgefahren und besondere Risiken für LSBTI-Personen oder weibliche Reisende fließen in die Bewertung ein.
Die gefährlichsten Länder 2026
In der höchsten Risikokategorie ("rot") finden sich bekannte Krisenherde:
- Afghanistan
- Syrien
- Südsudan
- Irak
- Myanmar
- Zentralafrikanische Republik
- Große Teile der Ukraine
Die Lage in diesen Ländern ist laut A3M weiterhin äußerst kritisch, eine Reise dorthin wird "dringend abgeraten". Gründe sind meist bewaffnete Konflikte, instabile Regierungen, Terrorismus und mangelnde medizinische Versorgung.
Neue Hotspots: Diese Länder gelten jetzt als gefährlicher
Die Risk Map 2026 zeigt auch deutliche Verschiebungen:
- In Lateinamerika gelten Ecuador und Venezuela nun als besonders risikobehaftet – noch vor Mexiko oder Haiti.
- In Afrika rücken Tansania und Mosambik an der Ostküste in den Fokus.
- Im Nahen Osten zeigt sich eine leichte Entspannung – jedoch auf niedrigem Niveau.
Auffällig ist der Wandel: Manche Regionen, die 2025 noch als verbessert galten – etwa Bolivien, Haiti oder der Libanon – werden nun wieder als kritisch eingestuft.
Positive Entwicklungen: Hier wird es sicherer
Es gibt aber auch Lichtblicke. Laut A3M hat sich die Lage in mehreren Ländern spürbar verbessert:
- Indien
- Pakistan
- Israel
- Iran
- Madagaskar
Die Analysten sprechen von einer überraschenden Stabilisierung – vor allem in zuvor angespannten geopolitischen Regionen. Das zeige, wie dynamisch Sicherheitslagen sein können.
Die sichersten Länder der Welt
Konstante Verlässlichkeit gibt es ebenfalls. Als besonders sicher gelten weiterhin:
- Norwegen
- Finnland
- Schweiz
- Japan
- Kanada
- Island
- Australien
- Neuseeland
Diese Staaten weisen niedrige Kriminalitätsraten, stabile politische Verhältnisse und eine exzellente Gesundheitsversorgung auf – sie bleiben die erste Wahl für sicherheitsbewusste Reisende.
Deutschland leicht abgestuft
Deutschland wurde 2026 als "gering risikobehaftet" (hellgrün) eingestuft. 2024 galt es noch als "sehr sicher". Die aktuelle Bewertung bedeutet: Reisen sind ohne größere Bedenken möglich, doch gewisse Vorsichtsmaßnahmen – etwa bei Großveranstaltungen oder politischen Demonstrationen – sind ratsam.
Die Sicherheitslage in Europa bleibt insgesamt stabil. Während Schweiz, Norwegen und Finnland dunkelgrün markiert sind, zeigen Länder wie Frankreich, Italien, Spanien wie auch Deutschland leichte Risiken – zum Beispiel durch soziale Spannungen, Infrastrukturprobleme oder klimawandelbedingte Naturgefahren.
(Red.)