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Rund ein Drittel der Österreicher plant Bau- oder Wohninvestition

Studie: Jeder Dritte plant Bau- oder Wohnprojekt.
Studie: Jeder Dritte plant Bau- oder Wohnprojekt. ©Symbolbild (Canva)
Rund ein Drittel der Österreicher plant in den kommenden fünf Jahren Investitionen in Bau- oder Wohnprojekte. Das zeigt eine Marketagent-Studie im Auftrag des deutschen Dachkeramikherstellers Erlus, die am Dienstag im Südturm des Wiener Stephansdoms beim "Hausbau Tag 2026" präsentiert wurde.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) verwies auch auf weitere – seiner Ansicht nach – positive Parameter, wie die Novelle der Gewerbeordnung.

Der Regierungspolitiker zog zunächst eine Parallele zum Dom. Dieser stehe aus seiner Sicht für Bedeutung und Beständigkeit. Das schrieb er auch der Bauwirtschaft zu, die aus seiner Sicht eine zentrale Bedeutung für die heimische Wirtschaft habe. Er zählte die österreichweit 40.000 Bauunternehmen, über 270.000 Beschäftigte und 15.000 Lehrlinge auf. Bauen und Sanieren seien wesentlich für die Konjunktur und das Glücksgefühl der Menschen. Man brauche hierfür "eine Trendwende in der Zuversicht".

Wirtschaftsminister entschlossen zu Gewerbeordnungsreform

Hattmannsdorfer verwies auf positive Parameter. Neben der Studie sprach er etwa die Senkung der Inflation und die Entbürokratisierung an. Zuständig fühle er sich bei den gewerblichen Verfahren und Anlagengenehmigungen. Hier setze er einen "Schwerpunkt". So sei bereits das Allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetz (AVG) bei Großverfahren novelliert worden. Zudem ist die Begutachtung der Novelle der Gewerbeordnung beendet. Es gebe zwar viele negative Rückmeldungen, aber "ich bin schon entschlossen, das durchzuziehen", so der Wirtschaftsminister. Denn die Novellierung erfordere "auch den Mut, dass wir alte Zöpfe abschlagen". Die Novelle soll noch heuer umgesetzt werden, hieß es zur APA.

Wolfgang Hattmannsdorfer kündigte weitere Schritte zur Vereinfachung und Beschleunigung von Verfahren an.
©APA

In den nächsten Wochen wolle er das Erneuerbare-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) vorlegen, sagte Hattmannsdorfer. Das habe er schon der Koalition vermittelt. Zudem plane er die Vorlage der Novelle des Umweltverträglichkeitsgesetzes (UVP-G), weil es aus seiner Sicht nicht sein könne, dass "zentrale Infrastrukturprojekte Jahrzehnte aufgehalten werden".

Ziegel aus Ton in Gunst der Befragten

Laut Studie liegt beim Material der Ziegel aus Ton in der Gunst der Befragten. Fast ein Viertel bevorzugt dieses Material. "Gerade in unsicheren Zeiten zeigt sich, dass Bauherren auf bewährte Lösungen und langlebige Materialien setzen", sagte Erlus-Prokurist Guido Hörer, der zudem auf die zunehmenden Wetterphänomene verwies.

Christian Wimberger, Geschäftsführer der Wimberger-Gruppe, lagen die Finanzierbarkeit und die Lehrlinge am Herzen. Dabei kritisierte er das aktuelle Arbeitszeitgesetz. Hattmannsdorfer sagte dazu, dass die Lehre attraktiver werden müsse – auch in Hinsicht auf die fehlenden Fachkräfte. "Wir müssen die Lehre weiter in den Fokus der Wirtschaftspolitik rücken."

Nachhaltigkeit spielt laut Studie beim Bauen, Sanieren und Renovieren eine zentrale Rolle. 78 Prozent der Befragten sehen dies als wichtig an. "Auch wenn bereits viele Menschen auf Holz setzen, muss der Holzbauanteil weiter zunehmen und dafür braucht es auch politische Initiativen und Förderungen", forderte Josef Haas von der Elk Kampa Group und Botschafter der deutschen Initiative "Holz rettet Klima".

(APA)

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