AA

Schatzmann gewinnt Hitzeschlacht am Pfänder

©Studio vollmundig
Sechs Kilometer, 590 Höhenmeter, weit über 30 Grad. Die Hitze machte den Pfänder zur Prüfung.

Die Pfänderstraße gilt unter Radsportlern ohnehin als Herausforderung. Am Donnerstag wurde sie zur echten Prüfung. Sechs Kilometer, knapp 590 Höhenmeter und durchschnittlich rund zehn Prozent Steigung verlangten den knapp 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim achten Pfänderrennen alles ab. Dazu kamen hochsommerliche Temperaturen von deutlich über 30 Grad.

Trotz der Hitze säumten mehrere hundert Zuschauer die Strecke von Lochau bis zum Pfänder. Das traditionsreiche Bergrennen des Bregenzer Radsportvereins Equipe Hondo bestätigte damit einmal mehr seinen Kultstatus in der Bodenseeregion.

Im Ziel zeigte sich, wie viel diese sechs Kilometer den Fahrerinnen und Fahrern abverlangt hatten. ©Jessica Lerchenmüller, studio vollmundig

Von Beginn an am Limit

Der Start erfolgte bei der Kirche in Lochau. Bereits die ersten Meter bergauf in Richtung Jesuheim forderten den Fahrerinnen und Fahrern eine kluge Renneinteilung ab. Wer zu früh zu viel investierte, musste auf den folgenden Rampen bezahlen.

Besonders die lange Gerade beim Hotel Fritsch am Berg entwickelte sich in der drückenden Hitze zu einer Schlüsselstelle des Rennens. Im weiteren Verlauf galt es, das Tempo hochzuhalten und auch auf den wenigen flacheren Passagen keine Zeit liegen zu lassen. Je näher das Ziel rückte, desto lauter wurde die Unterstützung entlang der Strecke.

Die Fans am Streckenrand suchten sich ein schattiges Plätzchen. ©Studio vollmundig

Schatzmann setzt sich knapp durch

Bei den Herren entwickelte sich ein enges Rennen um den Tagessieg. Christoph Schatzmann vom Team CTO Sports bewältigte den Anstieg in 20:46,7 Minuten und sicherte sich damit die Pfänderkrone 2026.

Nur 3,2 Sekunden dahinter erreichte Marcel Summer vom veranstaltenden Verein Equipe Hondo das Ziel. Der Lokalmatador musste sich nach 20:49,9 Minuten denkbar knapp geschlagen geben. Rang drei ging an Mountainbike-Profi Daniel Geismayr vom RV Dornbirn, der 21:05,3 Minuten benötigte.

Auch ein prominenter Name stand an der Startlinie. Lukas Pöstlberger, ehemaliger Radprofi und erster österreichischer Etappensieger beim Giro d’Italia, belegte mit einer Zeit von 21:13,0 Minuten den fünften Rang.

Die magische Marke von 20 Minuten blieb diesmal allerdings unangetastet. Im Vorjahr war dies nur dem damaligen Sieger David Breinlinger gelungen, der heuer nicht am Start stand.

Das Siegerpodest der Herren (v. l. n. r.): Bregenz-Bürgermeister Michael Ritsch, Marcel Summer, Christoph Schatzmann, Daniel Geismayr und Stadtrat Michael Felder ©Studio vollmundig

Geiger dominiert bei den Damen

Bei den Damen ließ Melanie Geiger vom BikeWorks Race Team der Konkurrenz keine Chance. Mit 24:28,4 Minuten fuhr sie die schnellste Zeit des Tages.

Auf Platz zwei landete Stephanie Wunderle von der Rad Union 1913 Wangen in 25:02,2 Minuten. Sarah Marquardt vom RSC Kempten komplettierte das Podium mit einer Zeit von 26:51,1 Minuten.

Nachwuchs sorgt für starke Signale

Großen Zuspruch erhielt erneut das Kinderrennen, das über drei Kilometer und 290 Höhenmeter führte. Insgesamt 31 Nachwuchstalente gingen auf der verkürzten Strecke an den Start.

Schnellster Teilnehmer war Lenny Karstens von der Rad Union 1913 Wangen in 11:17,5 Minuten. Bei den Mädchen setzte sich Luisa Marxgut von Tri Dornbirn mit 12:59,4 Minuten durch.

Lokalmatador Marcel Summer nach seiner Zielankunft. ©Studio vollmundig

Für ein weiteres Ausrufezeichen sorgte Emily Hofer vom RV DJ’s Bikeshop Simplon Hard. Die Vorjahressiegerin in der Klasse U11 gewann diesmal die Altersklasse U13.

Das Teilnehmerfeld mit jungen Fahrerinnen und Fahrern aus Vorarlberg, dem Allgäu und der gesamten Bodenseeregion unterstrich einmal mehr die große Bedeutung des Rennens für den Nachwuchs. Während die Erwachsenen am Pfänder um Sekunden kämpften, wurde damit auch deutlich, dass die Zukunft des Radsports rund um den Bodensee bestens besetzt ist.

(VOL.AT)

  • ADMIN AT
  • Sport
  • Schatzmann gewinnt Hitzeschlacht am Pfänder