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Schneekanone läuft im Sommer: Attraktion sorgt für Kritik

Wassernebel und Regenbogen in den Alpen. (Symbolbild) ©Mit KI (chatgpt) generiert / OpenAI

Eine im Sommer eingeschaltete Schneekanone im Südtiroler Ahrntal sorgt derzeit für Diskussionen. Laut Betreiber dient sie an heißen Tagen als Abkühlung für Besucher. In sozialen Netzwerken wird die Aktion jedoch teils scharf kritisiert.

Wassernebel statt Schnee

Im Family Park Klausberg im Ahrntal in Südtirol wird eine Schneekanone an besonders heißen Sommertagen bewusst eingeschaltet – allerdings nicht zur Beschneiung. Wie die Skiworld Ahrntal erklärt, erzeugt die Anlage einen feinen Wassernebel, der Besucher an heißen Tagen abkühlen soll. Bei Sonnenschein entstehe dabei zudem ein Regenbogen, weshalb der Betreiber die Attraktion als "Regenbogenmaschine" bezeichnet.

Kritik in sozialen Netzwerken

In den sozialen Medien sorgt die Aktion für kontroverse Diskussionen. Kritiker werfen dem Betreiber laut oe24 vor, in Zeiten zunehmender Wasserknappheit wertvolle Ressourcen zu verschwenden.

Die Skiworld Ahrntal weist diese Vorwürfe zurück. Nach Angaben des Betreibers werde die Schneekanone ausschließlich an besonders heißen Tagen um 14 Uhr für genau zwei Minuten eingeschaltet. Dabei verbrauche die Anlage zwei Liter Wasser pro Sekunde, insgesamt also rund 240 Liter. Im Winter würden Beschneiungsanlagen hingegen mit einer Leistung von bis zu zehn Litern pro Sekunde arbeiten.

Idee entstand bei Wartungsarbeiten

Nach Angaben der Skiworld Ahrntal entstand die Idee eher zufällig. Während einer jährlichen Wartung sei die Schneekanone an einem heißen Sommertag kurz getestet worden. Kinder hätten den kühlenden Wassernebel begeistert angenommen. Daraus sei die Idee entstanden, den kurzen Einsatz an Hitzetagen als Attraktion für Familien anzubieten.

Auch den Vorwurf der Wasserverschwendung weist der Betreiber zurück. Das Wasser stamme aus natürlichen Quellen am Klausberg und fließe nach dem Einsatz über Bäche wieder ins Tal. "Wenn das Wasser nicht rausgespritzt wird, läuft es den Berg ohnehin hinunter", erklärte ein Sprecher der Skiworld Ahrntal laut oe24. Zudem handle es sich beim Ahrntal um ein wasserreiches Gebiet, weshalb weder Anwohner noch die Landwirtschaft beeinträchtigt würden.

Nach Angaben des Betreibers seien Beschwerden von Gästen vor Ort bislang kaum eingegangen. Die Kritik spiele sich überwiegend in den sozialen Netzwerken ab.

(VOL.AT)

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