AA

Seltene Air-Force-Maschine bei Mondmission gesichtet - Experten rätseln immer noch

Die NT-43A ist eine modifizierte T-43-Trainer, die ursprünglich auf der Boeing 737-200 basiert und mit einer Suite von Bord-Sensoren ausgestattet wurde.
Die NT-43A ist eine modifizierte T-43-Trainer, die ursprünglich auf der Boeing 737-200 basiert und mit einer Suite von Bord-Sensoren ausgestattet wurde. ©Reddit
Ein selten eingesetztes Spezialflugzeug der US Air Force hat den Start der NASA-Mission Artemis II in Florida begleitet. Welche Rolle die umgebaute Boeing 737 dabei spielte, bleibt auch Tage nach dem Start der Artemis-Mission weiterhin offen.

Rätsel um ungewöhnlichen Begleiter

Als die NASA am 1. April ihre erste bemannte Mondmission seit mehr als 50 Jahren startete, war nicht nur die Raumfahrtwelt aufmerksam. Auch am Himmel über Florida spielte sich Ungewöhnliches ab: Die US Air Force setzte eine selten gesichtete Maschine ein – eine stark modifizierte Boeing 737 mit der Bezeichnung NT-43A.

Zahlreiche Flugzeugbeobachter dokumentierten den Jet, der vom Luftwaffenstützpunkt MacDill bei Tampa abhob und kurz vor dem Start der Artemis-II-Rakete den Bundesstaat überquerte. Laut öffentlich zugänglichen Flugdaten nahm das Flugzeug anschließend eine Warteschleife vor der Küste nördlich von Cape Canaveral ein – exakt in jenem Luftraum, der für den zivilen Verkehr gesperrt war.

©Screenshot Flightradar24

Nach weniger als zwei Stunden Flugzeit kehrte die Maschine wieder nach Tampa zurück.

Rolle bleibt unklar

Welche Aufgabe die NT-43A bei der Mission hatte, ist nicht bekannt. Offizielle Angaben dazu gibt es nicht. Auffällig ist jedoch: Auch andere Militär- und Spezialflugzeuge waren im Einsatz, darunter ein Seeaufklärer der US Navy sowie ein hochfliegendes NASA-Aufklärungsflugzeug vom Typ WB-57.

Die Artemis-II-Mission selbst brachte vier Astronauten mit der Schwerlastrakete SLS in eine Umlaufbahn. Ihre Kapsel soll den Mond umrunden und nach rund zehn Tagen zur Erde zurückkehren – eine Landung ist nicht vorgesehen.

Fliegendes Labor für Tarnkappen-Technologie

Die NT-43A gilt als echtes Einzelstück. Sie basiert auf einer Boeing 737-200 aus dem Jahr 1974, die ursprünglich als Trainingsflugzeug (T-43) für militärische Systeme genutzt wurde. Nach der Ausmusterung dieses Typs im Jahr 2010 wurde mindestens ein Exemplar umfassend umgebaut.

Auffällig sind die zahlreichen Sensoren an Rumpf, Nase und Heck. Experten gehen davon aus, dass das Flugzeug zur Analyse von Radarsignaturen dient – insbesondere von Tarnkappenflugzeugen. In der Vergangenheit wurde die NT-43A immer wieder im Südwesten der USA beobachtet, wo viele dieser Technologien entwickelt und getestet werden.

(VOL.AT)

  • ADMIN AT
  • Welt
  • Seltene Air-Force-Maschine bei Mondmission gesichtet - Experten rätseln immer noch