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"Sie sind unsere Brüder": Iranischer Präsident entschuldigt sich für Angriffe auf Nachbarländer

Irans Präsident Massud Peseschkian entschuldigte sich in einer Fernsehansprache für die Angriffe auf Nachbarländer und stellte Bedingungen für ein Ende weiterer Raketenattacken.
Irans Präsident Massud Peseschkian entschuldigte sich in einer Fernsehansprache für die Angriffe auf Nachbarländer und stellte Bedingungen für ein Ende weiterer Raketenattacken. ©APA/AFP
Irans Präsident Massud Peseschkian entschuldigt sich für Angriffe auf Nachbarländer und stellt Bedingungen für ein Ende der Luftschläge.

In einer von der staatlichen Rundfunkagentur ausgestrahlten Videobotschaft sagte er, der Iran werde keine Raketen abfeuern und Nachbarländer angreifen, sofern von deren Territorium keine Attacken auf den Iran erfolgten. Er nannte jede Form der Unterstützung für Israel und die USA "ehrlos".

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Entschuldigung und Bedingungen

Zugleich entschuldigte sich Peseschkian für die jüngsten Attacken. "Ich entschuldige mich persönlich bei den Nachbarländern, die vom Iran angegriffen wurden", sagte er laut CNN in einer Fernsehansprache. "Wir haben nicht die Absicht, Nachbarländer anzugreifen. Wie ich bereits wiederholt gesagt habe, sind sie unsere Brüder."

Die Vorfälle seien auf die "chaotische Situation nach dem Tod mehrerer hochrangiger Kommandeure" zurückzuführen gewesen. Damals seien die Streitkräfte führungslos gewesen und hätten eigenständig handeln müssen, so der Präsident.

Revolutionsgarden sehen weiter US- und Israel-Ziele

Nach der Rede erklärten die Islamischen Revolutionsgarden laut der Nachrichtenagentur Tasnim, man respektiere die Interessen und die nationale Souveränität der Nachbarländer.

Militärstützpunkte und Interessen der USA und Israels in der Region würden jedoch weiterhin als Hauptziele betrachtet. Damit würde die Bedingung Peseschkians faktisch auch die USA betreffen, da sich amerikanische Militärbasen in mehreren Nachbarstaaten befinden.

Zweifel an der Machtverteilung in Teheran

Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz stellte auf der Plattform X die Frage, wer im Iran tatsächlich die Kontrolle habe. Wenn die politische Führung etwas erkläre, während sich vor Ort das Gegenteil ereigne, deute das auf Probleme im Entscheidungsgefüge hin.

"Entweder wächst eine Entkopplung zwischen der politischen Führung und dem Sicherheitsapparat, oder Teile des Sicherheitsestablishments handeln unabhängig von der politischen Führung." Auch der Iran-Experte Ali Vaez schrieb auf X von einer "allgemeinen Regel in der iranischen Politik für die absehbare Zukunft": "Ignorieren Sie, was der Präsident sagt. Konzentrieren Sie sich darauf, was die Revolutionsgarden tun."

(dpa)

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