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Skiunfall im Tiefschnee: Mehrheit will Verursacher zahlen lassen

Laut aktueller Market-Umfrage wollen 76 Prozent, dass Unfallverursacher bei hoher Lawinengefahr für Rettung und Behandlung zahlen.
Laut aktueller Market-Umfrage wollen 76 Prozent, dass Unfallverursacher bei hoher Lawinengefahr für Rettung und Behandlung zahlen. ©APA
Abseits der Piste fahren – für viele endet hier der Spaß. Laut aktueller Market-Umfrage wollen 76 Prozent, dass Unfallverursacher bei hoher Lawinengefahr für Rettung und Behandlung zahlen. Besonders Ältere sind klar dafür.

Neben präparierten Pisten durch den Tiefschnee ins Tal fahren – für viele Wintersportler gehört das dazu. Doch eine aktuelle Umfrage des Market-Instituts Linz zeigt: Die Mehrheit der Österreicher sieht das kritisch – und fordert im Ernstfall klare finanzielle Konsequenzen.

Mehrheit für Kostenbeteiligung bei Lawinengefahr

Kommt es durch fahrlässiges Verhalten zu einem Unfall – etwa beim Skifahren abseits gesicherter Pisten oder beim Tourengehen bei hoher Lawinengefahr –, sollen die Verursacher zumindest einen Teil der Rettungs- und Behandlungskosten übernehmen. Das sagen 76 Prozent der Befragten.

Befragt wurden 843 Personen ab 16 Jahren. Die Online-Interviews fanden am 2. und 3. März 2026 statt. Die Ergebnisse sind laut Institut repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren.

Ältere deutlich strenger als Jüngere

Die Zustimmung zur Kostenbeteiligung steigt mit dem Alter deutlich:

  • 58 Prozent der 16- bis 29-Jährigen
  • 66 Prozent der 30- bis 49-Jährigen
  • 89 Prozent der über 50-Jährigen

Auch beim generellen Verbot des Fahrens abseits gesicherter Pisten zeigen sich klare Unterschiede:

51 Prozent der Frauen und der über 50-Jährigen würden das Abseitsfahren grundsätzlich verbieten. Bei den 16- bis 29-Jährigen spricht sich nur rund ein Viertel dafür aus, bei Männern knapp ein Drittel.

Fünf Prozent aller Befragten – unter den Jüngeren elf Prozent – würden das Fahren abseits der Piste auch bei erhöhter Lawinengefahr erlauben, sofern ausreichende Fachkenntnis vorhanden ist. Drei Prozent sind der Meinung, jeder solle selbst entscheiden dürfen, wo er fährt.

Auch bei Alkohol und Raserei klare Mehrheit

Nicht nur im Wintersport sehen viele eine Kostenpflicht für Unfallverursacher.

  • 72 Prozent würden alkoholisierte Autofahrer im Fall eines Unfalls zahlen lassen.
  • 65 Prozent sprechen sich für eine Kostenbeteiligung bei Missachtung von Wegsperren oder Betretungsverboten aus.
  • 58 Prozent bei Bergwanderern ohne ausreichende Ausrüstung.
  • 57 Prozent bei Rasern auf zwei oder vier Rädern.

Auch hier zeigen sich jüngere Befragte insgesamt großzügiger als ältere.

Risikosport und Wanderwege: Uneinigkeit

Beim Verlassen markierter Wanderwege sowie bei Risikosportarten wie Paragliding oder Basejumping würden 47 Prozent eine teilweise Kostenübernahme verlangen.

35 Prozent sehen eine Haftung beim Mountainbiken auf besonders schwierigen Trails als gerechtfertigt an, 23 Prozent beim Unterschätzen von Wetterumschwüngen.

Drei Prozent der Befragten lehnen eine Kostenbeteiligung grundsätzlich bei keiner der genannten Aktivitäten ab.

(APA/VOL.AT)

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