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"So viel versprochen und nichts gehalten": Skistars fordern Wechsel an FIS-Spitze

Marco Odermatt fordert einen Wechsel an der FIS-Spitze.
Marco Odermatt fordert einen Wechsel an der FIS-Spitze. ©GEPA pictures
Vor der Präsidentenwahl des Ski-Weltverbandes FIS am 11. Juni in Belgrad gerät Amtsinhaber Johan Eliasch zunehmend unter Druck. Der 64-Jährige kandidiert erneut, sieht sich vor der Wahl jedoch mit deutlicher Kritik mehrerer Athleten konfrontiert – darunter auch Ski-Star Marco Odermatt.

Der fünffache Gesamtweltcupsieger erklärte gegenüber dem "Blick", dass die Entwicklung innerhalb des Weltverbandes "alles andere als positiv" sei. Deshalb bleibe "nicht viel anderes übrig, als an der Spitze der FIS einen Wechsel zu machen".

Eliasch sorgte im Vorfeld bereits für Diskussionen

Johan Eliasch, der seit 2021 Präsident des Weltverbandes ist, tritt bei der Wahl gegen Anna Harboe Falkenberg aus Dänemark, Victoria Gosling aus Großbritannien, Alexander Ospelt aus Liechtenstein und Dexter Paine aus den USA an. Für Diskussionen sorgte Eliasch bereits im Vorfeld der Wahl, nachdem er einen georgischen Pass angenommen hatte, um erneut kandidieren zu können.

FIS-Athletensprecher AJ Ginnis veröffentlichte Zahlen zur finanziellen Entwicklung des Ski-Weltverbandes. ©APA/EXPA/JOHANN GRODER

Kritik gibt es außerdem an der finanziellen Entwicklung des Verbandes. Eine Recherche von FIS-Athletensprecher AJ Ginnis zeigt einen deutlichen Rückgang des Eigenkapitals. "Am 31.12.2025 hatte die FIS ein Eigenkapital von knapp 43 Millionen. Vor fünf Jahren waren noch 130 Millionen in der Kasse", so Ginnis. Im Namen vieler Athleten habe der Grieche dem aktuellen Präsidenten inzwischen das Vertrauen entzogen.

"Habe mir vor ein paar Jahren sehr viel von ihm erhofft"

Marco Odermatt hatte sich nach eigenen Angaben zunächst viel von Johan Eliasch erwartet. "Ich habe mir vor ein paar Jahren sehr viel von ihm erhofft. Weil er neu in dieses System gekommen ist, ein bisschen anders denkt und als Unternehmer die Weltwirtschaft sehr gut versteht", sagte der Schweizer.

Gleichzeitig verwies der 28-Jährige auf die finanzielle Entwicklung innerhalb der FIS. "Ich habe von Insidern erfahren, dass sich die FIS bezüglich der Finanzen alles andere als positiv entwickelt hat", erklärte der Schweizer Skistar.

Auch Daniel Yule übt deutliche Kritik

Mit seiner Kritik steht Odermatt nicht allein da. Auch sein Schweizer Landsmann Daniel Yule äußerte sich deutlich über den aktuellen FIS-Präsidenten. "Eliasch hat uns seit seinem Amtsantritt 2021 so viel versprochen und nichts gehalten", sagte Yule.

Der Schweizer Ski-Star Daniel Yule übt vor der Präsidentenwahl deutliche Kritik an FIS-Präsident Johan Eliasch. ©APA/AFP

Laut CEO Diego Züger wolle sich der Schweizer Verband nun "hinter der aussichtsreichsten Kandidatur vereinen und Johan Eliasch aus dem Amt drängen".

(VOL.AT)

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