Spritpreise sollen sinken: Regierung plant 10 Cent Entlastung
Die Bundesregierung hat am Mittwoch (18. März 2026) nach dem Ministerrat konkrete Maßnahmen zur Dämpfung der Spritpreise vorgestellt. Ziel ist eine spürbare Entlastung für Autofahrerinnen und Autofahrer in Österreich.
Geplant ist ein Maßnahmenpaket, das laut Regierung insgesamt rund 10 Cent pro Liter an Entlastung bringen soll.
Steuersenkung und Eingriff in Margen geplant
Kern der Maßnahmen ist eine leichte Senkung der Mineralölsteuer. Diese soll zunächst rund 5 Cent pro Liter bei Benzin und Diesel ausmachen.
Zusätzlich soll die Regierung künftig die Möglichkeit erhalten, Margen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu begrenzen. Damit könnten Gewinne von Energieunternehmen in Krisenzeiten eingeschränkt werden.
Laut Ministerratsvortrag soll verhindert werden, dass "weder der Staat von außerordentlichen Einnahmen noch die Energieunternehmen von außerordentlichen Gewinnen" profitieren.
Die Maßnahmen sollen ab 1. April 2026 gelten und sind vorerst bis Jahresende befristet.
Beschluss noch diese Woche geplant
Das Gesetzespaket soll bereits kommende Woche beschlossen werden. Dafür ist laut APA am Montag eine Sondersitzung des Nationalrats angesetzt.
Der formale Beschluss soll bei einer regulären Sitzung am Mittwoch oder Donnerstag erfolgen. Der Bundesrat soll am Freitag ebenfalls in einer Sondersitzung zustimmen, damit die Regelung rechtzeitig in Kraft treten kann.
Maßnahmen greifen nur bei "Krise"
Die geplanten Eingriffe sind an klare Bedingungen geknüpft. Eine "Krise" liegt laut Entwurf dann vor, wenn die Preise für Benzin oder Diesel über zwei Monate hinweg um mehr als 30 Prozent steigen.
Hintergrund der aktuellen Preisentwicklung sind internationale Spannungen im Nahen Osten. Besonders die Straße von Hormus spielt eine zentrale Rolle, da dort rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports abgewickelt werden.
Preise zuletzt leicht gesunken
Während die politischen Maßnahmen vorbereitet werden, sind die Spritpreise zuletzt leicht gesunken.
Laut E-Control kostete ein Liter Diesel am Montag im Schnitt 1,988 Euro, am Dienstag lag der Preis bei 1,964 Euro. Superbenzin sank im gleichen Zeitraum von 1,785 Euro auf 1,760 Euro pro Liter.
Zusätzlich gilt derzeit eine Preisregelung für Tankstellen: Erhöhungen sind nur montags, mittwochs und freitags jeweils um 12 Uhr erlaubt. Preissenkungen sind jederzeit möglich. Diese Regelung läuft bis 12. April 2026.
Versorgungssicherheit im Fokus
Die Regierung betont, dass die Maßnahmen jederzeit ausgesetzt werden können, sollte die Versorgungssicherheit gefährdet sein. Die Preisbildung soll weiterhin auf internationalen Marktpreisen und nachvollziehbaren Kosten basieren.
(APA/VOL.AT)