Spritpreise steigen rasant: ÖAMTC verlangt Verlängerung der Bremse
Die Entwicklung ist deutlich spürbar: Laut Daten der Europäischen Kommission sind die Nettopreise für Treibstoffe innerhalb von nur zwei Monaten massiv gestiegen. Benzin verteuerte sich um mehr als 30 Prozent, Diesel sogar um rund 50 Prozent. Für den ÖAMTC ist diese Dynamik ein klarer Fall von Marktverzerrung, die staatliches Eingreifen rechtfertige.
Verkehrsexperte Martin Grasslober spricht sich deshalb klar für eine Verlängerung der aktuellen Spritpreisbremse aus. Diese dürfe nicht mit Ende April auslaufen, da sich die Lage an den Zapfsäulen weiter zuspitze. Gleichzeitig müsse eine mögliche Nachfolgeregelung – etwa die vom Wirtschaftsministerium ins Spiel gebrachte "Preis-runter-Garantie" – sorgfältig geprüft werden, bevor sie umgesetzt werde.
Ruf nach strengeren Regeln in Europa
Neben nationalen Maßnahmen sieht der Mobilitätsclub auch auf europäischer Ebene Handlungsbedarf. Die Preisbildung auf den internationalen Märkten müsse transparenter werden, gleichzeitig fordert der ÖAMTC strengere Kontrollen und klare Regulierungen. Ziel sei es, faire Bedingungen für Konsumenten sicherzustellen und extreme Preissprünge einzudämmen.
Nach eigenen Angaben hat sich der Club bereits an die Europäische Kommission gewandt. Nun sei auch die Bundesregierung gefordert, auf EU-Ebene verstärkt Druck zu machen, um die Interessen der Autofahrerinnen und Autofahrer zu vertreten.
(VOL.AT)