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Staatsanwalt: Britische Politikerin Widdecombe mit Hammer getötet

Ann Widdecombe, Mitglied der Brexit Party und Europaabgeordnete für den Wahlkreis Südwestengland. ©APA/AFP/ISABEL INFANTES

Die britische Politikerin Ann Widdecombe ist mit 21 Hammerschlägen auf den Kopf getötet worden.

Das teilte Staatsanwalt Kashif Malik bei einer Gerichtsanhörung mit. Die Todesursache sei nach bisherigen Erkenntnissen stumpfe Gewalteinwirkung.

28-Jähriger wegen Mordes angeklagt

Angeklagt ist ein 28-Jähriger, der laut Malik nach der Tat die Geldbörse Widdecombes an sich nahm. Der Mann, der am Dienstag vor dem Westminster Magistrates Court in London erschien, war unter dem Verdacht des Mordes und des Begehens terroristischer Handlungen am 11. Juli in South Yorkshire festgenommen worden, mehr als 400 Kilometer von dem abgelegenen Dorf Haytor am Rande des Dartmoor-Nationalparks im Südwesten Englands entfernt, in dem Widdecombe lebte. Am Montag wurde er angeklagt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft aß Widdecombe gerade zu Mittag, als sie Opfer der Gewalttat wurde. Die Leiche der 78-Jährigen wurde am 9. Juli von ihrem Gärtner gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass sie am 8. Juli getötet wurde. An dem Tag erschien sie nicht zu einem geplanten Fernsehinterview.

Ihr Tod löste in der britischen Politik Erschütterung aus. Die frühere Gefängnisministerin war über Jahrzehnte eine prominente Stimme, bekannt für ihr energisches Auftreten und ihre gesellschaftspolitisch konservativen Ansichten. Sie wandte sich gegen Abtreibung und gegen eine Ausweitung von LGBTQ+-Rechten.

Die Vorsitzende der CPAC Great Britain und ehemalige britische Premierministerin Liz Truss (rechts auf der Bühne) sowie der CPAC-Vorsitzende Matt Schlapp (links auf der Bühne) halten gemeinsam mit weiteren Teilnehmern eine Schweigeminute für die verstorbene, langjährige rechte Politikerin Ann Widdecombe ab. ©APA/AFP/HENRY NICHOLLS

Sie war von 1987 bis 2010 Abgeordnete der Konservativen im britischen Unterhaus, später trat sie als EU-Abgeordnete der Brexit-Partei für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ein. Anschließend trat sie als Einwanderungs- und Justizsprecherin der Nachfolgepartei Reform UK auf.

(dpa)

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