Strache schlägt verbal um sich – und gegen Kickl
In einer Stellungnahme, über die der "Standard" berichtete, wirft er dem jetzigen Parteichef ebenfalls einen fragwürdigen Umgang mit Finanzen vor und kritisiert dessen Arbeitsmoral. Strache selbst wird vorgeworfen, Gelder der Wiener FPÖ für private Ausgaben verwendet zu haben, was staatsanwaltschaftliche Ermittlungen nach sich zog.
Strache verteidigt sich
In seiner Stellungnahme zur laufenden Causa relativiert Strache die Vorwürfe gegen ihn und bestreitet strafbare Handlungen. Zudem wirft er anderen FPÖ-Funktionären problematische Spesen- oder Vorteilspraktiken vor: Eine von der Partei gekaufte Campingausrüstung sei etwa Teil eines "parteilichen Teambuilding-Seminars" gewesen, bei dem auch Kickl gewesen sei. Auch den Besitz einer teuren Armbanduhr rechtfertigte Strache, diese sei ein Geschenk seiner Partei zu seinem 40. Geburtstag gewesen. Kickl etwa hätte zu einem Anlass eine Bergausrüstung bekommen.
Auch Kickls Arbeitsbilanz zerpflückte Strache. Kickl hätte als damaliger Generalsekretär deutlich weniger gearbeitet als er selbst. Die ÖVP nahm den Rundumschlag als willkommenen Anlass, gegen den derzeitigen FPÖ-Obmann zu wettern. "Außer Spesen nichts gewesen – das ist die Leistungsbilanz des Herbert Kickl", schrieb Generalsekretär Nico Marchetti. Das "sich öffentlich entfaltende Psychogramm" Kickls nehme "immer unbequemere Formen an".
(APA)