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Studie untersucht möglichen Zusammenhang zwischen Glucosamin und Alzheimer

Forscher untersucht Gehirnscan und Gewebeproben im Labor. (Symbolbild)
Forscher untersucht Gehirnscan und Gewebeproben im Labor. (Symbolbild) ©Mit KI (chatgpt) generiertes Symbolbild / OpenAI
Forschende haben in einer neuen Studie Veränderungen des Zuckerstoffwechsels im Gehirn von Alzheimer-Patienten untersucht. Die Ergebnisse deuten auf einen möglichen Zusammenhang zwischen bestimmten Stoffwechselprozessen und dem Krankheitsverlauf hin.

Ein internationales Forschungsteam hat neue Hinweise auf mögliche Mechanismen bei der Entstehung und dem Fortschreiten von Alzheimer gefunden. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die sogenannte Glykosylierung – ein biologischer Prozess, bei dem Zuckermoleküle an Eiweiße gebunden werden.

Wie die deutsche Zeitung Bild unter Berufung auf die Studie berichtet, analysierten die Wissenschaftler Gehirngewebe verstorbener Alzheimer-Patienten sowie gesunder Kontrollpersonen. Zusätzlich wurden zwei etablierte Alzheimer-Mausmodelle untersucht.

Veränderungen in wichtigen Hirnregionen

Dabei stellten die Forschenden erhöhte Werte der Glykosylierung fest. Besonders betroffen waren laut den Studienergebnissen jene Hirnregionen, die für Gedächtnis und Denkprozesse eine zentrale Rolle spielen. In weiteren Versuchen griff das Forschungsteam gezielt in den Zuckerstoffwechsel ein. Wurden bestimmte Enzyme gehemmt, verbesserten sich die Leistungen von Alzheimer-Mäusen in Verhaltenstests.

Glucosamin rückte in den Fokus

Anschließend verstärkten die Wissenschaftler die Glykosylierung mithilfe von Glucosamin. Der Aminozucker wird als Nahrungsergänzungsmittel unter anderem bei Gelenkbeschwerden verwendet. Laut den in der deutschen Zeitung zusammengefassten Studienergebnissen verschlechterten sich bei den Alzheimer-Mäusen nach der Verabreichung die kognitiven Fähigkeiten. Bei gesunden Tieren wurde dieser Effekt nicht beobachtet.

Analyse von Gesundheitsdaten

Zusätzlich werteten die Forschenden Gesundheitsdaten von mehr als 50.000 Menschen mit Alzheimer-assoziierten Demenzen oder leichten kognitiven Einschränkungen aus. Dabei zeigte sich laut der Studie ein statistischer Zusammenhang zwischen einer dokumentierten Glucosamin-Einnahme und ungünstigeren Krankheitsverläufen.

Bei Menschen mit Alzheimer-assoziierten Demenzen wurde die Einnahme mit einem erhöhten Sterberisiko in Verbindung gebracht. Personen mit leichten kognitiven Einschränkungen entwickelten häufiger eine ausgeprägte Alzheimer-Erkrankung oder eine andere Form von Demenz.

Forscher betonen Grenzen der Ergebnisse

Die Studienautoren weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass die Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden müssen. Die Gesundheitsdaten stammen aus einer Beobachtungsanalyse, wodurch keine Aussagen über Ursache und Wirkung möglich sind.

Zudem lassen sich Ergebnisse aus Tiermodellen nicht direkt auf den Menschen übertragen. Ob Glucosamin tatsächlich Einfluss auf den Verlauf einer Alzheimer-Erkrankung hat, müssen weitere Studien klären.

(VOL.AT)

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