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Tag des Euro-Notrufs: Diese drei Ziffern gelten EU-weit

Europäischer Notruf 112 – eine einheitliche Telefonnummer für Europa.
Europäischer Notruf 112 – eine einheitliche Telefonnummer für Europa. ©Canva
Am 11. Februar ist "Tag des Europäischen Notrufs". Die Nummer 112 funktioniert EU-weit kostenlos – auch ohne SIM-Karte.

Der Europäische Notruf 112 wurde 1991 durch einen Beschluss des Rates der Europäischen Union eingeführt und in den folgenden Jahren schrittweise in allen Mitgliedstaaten umgesetzt. Ziel war eine einheitliche Notrufnummer für ganz Europa. In Österreich kann die 112 seit 1993 zusätzlich zu den bekannten Notrufnummern gewählt werden.

Kostenlos und europaweit erreichbar

Die 112 ist in allen 27 EU-Staaten gebührenfrei erreichbar. Darüber hinaus funktioniert sie auch in mehreren weiteren Ländern wie beispielsweise der Schweiz, Liechtenstein oder dem Vereinigten Königreich.

Ein Anruf ist auch dann möglich, wenn sich keine SIM-Karte im Mobiltelefon befindet oder kein Guthaben verfügbar ist. Das Gerät wählt sich automatisch in das nächstverfügbare Mobilfunknetz ein. Notrufe haben im Netz Vorrang gegenüber anderen Gesprächen.

In Österreich werden 112-Anrufe direkt an die jeweilige Polizeileitstelle weitergeleitet.

Hohe Nutzung in der EU

Nach EU-Angaben werden jährlich rund 150 Millionen Notrufe über die 112 abgesetzt. Das entspricht mehr als der Hälfte aller Notrufe innerhalb der Europäischen Union. 95 Prozent der Anrufe werden innerhalb von 20 Sekunden entgegengenommen (Stand 2019).

Trotz der europaweiten Gültigkeit ist die Bekanntheit der Nummer nicht durchgehend hoch. Um darauf aufmerksam zu machen, wurde 2009 der 11. Februar als "Tag des Europäischen Notrufs" eingeführt. Das Datum – 11.2. – verweist auf die Nummer 112.

Besonderheiten bei Netzproblemen

Ist das eigene Mobilfunknetz nicht verfügbar, kann ein Notruf über 112 dennoch abgesetzt werden, sofern ein anderes Netz erreichbar ist. Das Mobiltelefon verbindet sich automatisch mit dem stärksten verfügbaren Netz.

Kommt keine Verbindung zustande, wird empfohlen, es in kurzen Abständen erneut zu versuchen und – wenn möglich – den Standort geringfügig zu verändern. Bereits wenige Meter können den Empfang verbessern.

eCall-System in Fahrzeugen

Seit 2018 ist das sogenannte eCall-System in neu zugelassenen Pkw verpflichtend. Bei einem schweren Verkehrsunfall setzt das System automatisch einen Notruf über 112 ab und übermittelt Standortdaten an die nächstgelegene Polizeileitstelle.

In Österreich sind rund zwei Millionen Fahrzeuge mit eCall ausgestattet. Im Jahr 2025 wurden rund 21.000 Notrufe über dieses System registriert, davon etwa 16.500 automatisch durch Unfallsensoren ausgelöst und rund 4.500 manuell über eine SOS-Taste.

Die wichtigsten Notrufnummern

Diese Notrufnummern sollte man auswendig kennen. Alle dreistelligen Notrufnummern sind kostenlos und können auch ohne Guthaben angerufen werden (ohne Vorwahl):

  • Feuerwehr: 122
  • Polizei: 133
  • Rettung: 144
  • Euro-Notruf: 112
  • Gehörlosennotruf: 0800 / 133 133 (per SMS)

Weitere wichtige Notrufnummern

  • Gasgebrechen: 128
  • Bergrettung: 140
  • Ärztenotdienst: 141
  • Telefonseelsorge: 142
  • Rat auf Draht: 147 (Notruf für Kinder, Jugendliche und Bezugspersonen)

(VOL.AT)

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