Es ist ein Slogan aus dem Jahr 1980 – und heute aktueller denn je: "Gleiten statt Hetzen". Der ÖAMTC bringt es damit auf den Punkt. Wer vorausschauend fährt, spart nicht nur Sprit, sondern ist auch sicherer unterwegs.
Der Schlüssel liegt im Verhalten hinter dem Steuer. Statt abrupt zu beschleunigen und zu bremsen, lohnt es sich, den Verkehr frühzeitig zu lesen. Wer Abstand hält, kann gleichmäßiger fahren, Rollphasen nutzen und vermeidet unnötige Bremsmanöver.
Der Motor mag es sanft
Schon beim Start beginnt das Sparen. Moderne Motoren brauchen keine Warmlaufphase im Stand. "Nach dem Start sofort losfahren" lautet die Devise, allerdings mit Gefühl. Ein kalter Motor verbraucht mehr Kraftstoff, deshalb sollte er schonend auf Betriebstemperatur gebracht werden.
Auch beim Schalten gilt: früh hoch, spät runter. Niedrige Drehzahlen schonen nicht nur den Geldbeutel, sondern auch das Material. In vielen Fällen ist selbst im Ortsgebiet der höchste Gang möglich.
Rollen lassen statt bremsen
Ein oft unterschätzter Trick: Rollen lassen. Im sogenannten Schubbetrieb – also wenn das Auto ohne Gas rollt – wird kein Kraftstoff verbraucht. Wer etwa vor Ortseinfahrten oder roten Ampeln frühzeitig vom Gas geht, spart besonders effektiv.
Dabei gilt jedoch: Der Verkehrsfluss darf nicht behindert werden. Spritsparen endet dort, wo es andere gefährdet oder ausbremst.
Stillstand kostet Geld
Ein laufender Motor im Stand ist reine Verschwendung. Wer länger wartet – etwa am Bahnübergang oder im Stau – sollte den Motor abschalten. Allerdings lohnt sich das nur bei entsprechend langen Standzeiten, da häufiges Starten die Batterie belastet.
Tanken zur richtigen Zeit
Auch der Zeitpunkt entscheidet. In Österreich dürfen Spritpreise täglich um 12 Uhr angehoben werden. Wer also vormittags tankt, ist meist günstiger unterwegs. Nach Mittag steigen die Preise oft spürbar an.
Ein weiterer Tipp: Autobahntankstellen meiden. Die Preisunterschiede können pro Tankfüllung mehrere Euro betragen. Apps und Online-Vergleiche helfen zusätzlich, günstige Anbieter zu finden.
Technik bewusst einsetzen
Moderne Fahrzeuge bieten zahlreiche Helfer, vom Tempomat bis zum Bordcomputer. Richtig eingesetzt, können sie beim Sparen unterstützen.
Der Tempomat hält die Geschwindigkeit konstant und eignet sich besonders auf ebenen Strecken. In hügeligem Gelände hingegen kann er den Verbrauch sogar erhöhen. Klimaanlagen und Sitzheizungen sollten nur dann laufen, wenn sie wirklich benötigt werden.
Auch das Auto selbst zählt
Nicht nur der Fahrstil, auch der Zustand des Fahrzeugs spielt eine Rolle. Zu niedriger Reifendruck erhöht den Verbrauch deutlich. Ebenso wirken sich unnötige Lasten – etwa Dachträger oder voll geräumte Kofferräume – negativ aus.
Regelmäßige Wartung ist ebenfalls entscheidend. Ein verschmutzter Luftfilter oder verschlissene Zündkerzen treiben den Verbrauch nach oben.
Weniger Auto, mehr Alternativen
Am Ende bleibt die einfachste Möglichkeit: das Auto öfter stehen lassen. Fahrgemeinschaften, öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern oft auch günstiger.
(VOL.AT)