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Touristenboom auf Schottlands Mini-Insel: Bewohner ziehen Notbremse

Touristenboom auf Ulva: Nach einem TV-Auftritt ist die schottische Insel mit nur 16 Einwohnern vom Besucheransturm überfordert.
Touristenboom auf Ulva: Nach einem TV-Auftritt ist die schottische Insel mit nur 16 Einwohnern vom Besucheransturm überfordert. ©AFP
Die schottische Insel Ulva erlebt nach einem TV-Auftritt einen unerwarteten Besucherboom.

Die nur 16 Einwohner zählende Gemeinschaft sieht sich mit dem Ansturm überfordert und schließt die Insel in den Sommermonaten nun an einem Tag pro Woche für Tagesgäste.

BBC-Sendung macht abgelegene Insel zum Besuchermagneten

Was viele Tourismusregionen als Erfolg feiern würden, wird für die Bewohner der kleinen schottischen Insel Ulva zunehmend zur Herausforderung. Seit einem Auftritt in der BBC-Sendung "Banjo and Ro’s Grand Island Hotel" verzeichnet die Insel in den Inneren Hebriden laut den örtlichen Fährbetreibern ein bislang nicht gekanntes Interesse von Urlaubern.

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Ulva liegt vor der Westküste Schottlands und zählt gerade einmal 16 Einwohner. Die idyllische Insel ist für ihre unberührte Natur, ihre Tierwelt und ihre Abgeschiedenheit bekannt. Genau diese Eigenschaften locken nun immer mehr Besucher an.

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Infrastruktur stößt an ihre Grenzen

Mit dem plötzlichen Andrang geraten jedoch die begrenzten Kapazitäten der Insel an ihre Grenzen. Besonders betroffen sind die Fährverbindung zur benachbarten Isle of Mull sowie das Restaurant "Boathouse", das als wichtiger Treffpunkt auf der Insel gilt.

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"Niemand von uns hätte vorhersehen können, wie stark die Zahl der Besuchenden steigen würde", erklärten die Betreiber laut einem Beitrag in den sozialen Medien.

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Um die Belastung für Mitarbeitende und Bewohner zu reduzieren, wurde eine ungewöhnliche Maßnahme beschlossen: Während der Sommermonate bleibt die Personenfähre an Sonntagen außer Betrieb. Damit ist Ulva für Tagesgäste an diesem Tag praktisch nicht erreichbar.

Sonntags bleibt die Insel für Ausflügler geschlossen

Die Verantwortlichen sprechen von einer schwierigen, aber notwendigen Entscheidung. Ziel sei es, den Bewohnern eine Verschnaufpause zu ermöglichen und gleichzeitig die Infrastruktur für die restliche Woche aufrechtzuerhalten.

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Bereits gebuchte Übernachtungsgäste sind von der Regelung nicht betroffen. Wer einen Aufenthalt auf Ulva reserviert hat, kann auch an Sonntagen auf die Insel übersetzen. Die Überfahrt von Mull dauert lediglich rund fünf Minuten.

Gemeinschaft kaufte Insel im Jahr 2018

Ulva befindet sich seit 2018 in Gemeindebesitz. Damals erwarb die North West Mull Community Woodland Company die Insel, um deren langfristige Entwicklung zu sichern und neue Bewohner anzusiedeln.

Zum Zeitpunkt des Kaufs lebten nur sechs Menschen dauerhaft auf Ulva. Heute sind es 16. Die Gemeinschaft wollte die Insel beleben – mit einem derart starken Besucherinteresse hatte jedoch offenbar niemand gerechnet.

(VOL.AT)

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