Für viele Allergiker beginnt derzeit eine besonders intensive Phase. Wie aktuelle Daten zeigen, sind vor allem Birken-, Buchen-, Eichen- und Gräserpollen stark in der Luft vertreten. Das sorgt für eine sehr starke Belastung in weiten Teilen Mitteleuropas.
Rund 20 Prozent der Bevölkerung leiden laut dem aha! Allergiezentrum an Heuschnupfen. Besonders problematisch: sogenannte Kreuzreaktionen. Eichen- und Buchenpollen können bei Birkenpollenallergikern die Heuschnupfenzeit um ein bis drei Wochen verlängern. Der Grund liegt in der Ähnlichkeit der Allergene, sie lösen vergleichbare Beschwerden aus und verlängern damit die Leidenszeit vieler Betroffener.
Trockenes Wetter verschärft die Lage
Ein Blick auf die Wetterprognosen zeigt wenig Entspannung. Regen, der die Pollenbelastung zumindest kurzfristig reduzieren könnte, bleibt voraussichtlich aus. Stattdessen dominiert weiterhin stabiles Hochdruckwetter.
Bis zum Wochenende ist mit viel Sonnenschein und nur lockeren Wolkenfeldern zu rechnen. Die Temperaturen steigen auf angenehme Werte im zweistelligen Bereich, mit Spitzen um die 20 Grad. Nennenswerte Niederschläge sind laut Meteorologen nicht in Sicht.
Pollensaison wird länger und intensiver
Fachleute beobachten seit Jahren einen klaren Trend: Die Pollensaison beginnt früher und dauert länger. "Über mehrere Jahrzehnte zeigt sich ein Trend zu früheren und teils intensiveren Pollensaisons", sagt Dr. Benoît Crouzy von Meteo Schweiz.
Auch beim aha! Allergiezentrum wird diese Entwicklung bestätigt. "Wir beobachten seit einigen Jahren, dass die Haselsträucher früher bereit sind", erklärt Roxane Guillod. Kältere Phasen könnten die Blüte zwar kurzfristig unterbrechen, doch sobald die Bedingungen stimmen, gehe es rasch weiter.
Das hat Folgen für Betroffene: Nicht nur der Start der Saison verschiebt sich nach vorne, auch das Ende rückt weiter hinaus. Selbst im Herbst sorgen milde Temperaturen dafür, dass Gräser und Kräuter länger blühen und Allergiker damit über einen deutlich längeren Zeitraum belastet sind.
Für Allergiker bedeutet das: Die kommenden Tage könnten zur echten Belastungsprobe werden. Wer empfindlich reagiert, sollte Aufenthalte im Freien möglichst reduzieren.
(VOL.AT)