Österreich auf Höchststand
Die Zahl der Firmeninsolvenzen hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt sind nach Angaben des Informationsdienstes CRIF 7.392 Unternehmen in Österreich in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert. Das entspricht einem Anstieg von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Umgerechnet auf die Anzahl der Betriebe im jeweiligen Bundesland zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild. In Vorarlberg waren österreichweit gesehen am wenigsten Betriebe zahlungsunfähig – nämlich 72 je 10.000 Unternehmen. Dahinter folgen das Burgenland (86), Tirol (89), die Steiermark (95), Oberösterreich (100), Salzburg (106), Niederösterreich (115), Kärnten (123) und Wien mit 190 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen.
Vorarlberg im Vergleich vorne
Auch bei den absoluten Zahlen schneidet das vergleichsweise kleine Vorarlberg am besten ab. Insgesamt wurden hier 191 Firmeninsolvenzen verzeichnet. Weniger waren es nur im Burgenland mit 157 Fällen.
Dennoch ist die Zahl im Ländle deutlich gestiegen: um 15 Prozent – konkret von 167 auf 191 Insolvenzen. Der österreichweite Durchschnitt liegt mit 8,5 Prozent klar darunter. In Wien, der Steiermark und Niederösterreich fiel der Anstieg geringer aus als in Vorarlberg, in den übrigen Bundesländern hingegen höher.
Bau, Handel und Gastronomie besonders betroffen
Besonders betroffen waren die Branchen Bau, Handel und Gastronomie. Insgesamt bewegen sich die Insolvenzen der Vorarlberger Unternehmen im längerfristigen Vergleich jedoch weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
Als Gründe für die angespannte Lage nennt der Informationsdienst CRIF die hohen Energie- und Lohnkosten sowie den Rückgang der Industrie in Europa. "Viele konnten den Belastungen nicht mehr standhalten", heißt es beim Infodienst. Für 2026 sei keine echte Trendwende in Sicht.
(VOL.AT)