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Trotz gültigem Visum: USA lassen WM-Schiedsrichter nicht ins Land

Der somalische Schiedsrichter Abdulkadir Artan fällt somit für die WM aus.
Der somalische Schiedsrichter Abdulkadir Artan fällt somit für die WM aus. ©AFP
Omar Abdulkadir Artan sollte als erster Schiedsrichter aus Somalia bei einer Fußball-Weltmeisterschaft zum Einsatz kommen. Nun hat die US-Grenzschutzbehörde dem 34-Jährigen die Einreise verweigert.

Sicherheitsbedenken als Begründung

Wie die Fifa mitteilte, wird Omar Abdulkadir Artan nicht bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada im Einsatz sein können. Die US-Grenzschutzbehörde CBP verweigerte dem somalischen Schiedsrichter die Einreise in die Vereinigten Staaten.

In einer Stellungnahme erklärte die Behörde, ein für die FIFA-Weltmeisterschaft nominierter Schiedsrichter sei "aufgrund von Bedenken im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung nicht einreiseberechtigt" gewesen. Artan wurde dabei nicht namentlich genannt, er ist jedoch der einzige für die WM nominierte Schiedsrichter aus Somalia.

Der 34-Jährige wollte laut den Angaben am Samstag von Istanbul nach Miami reisen. Dort absolvieren die WM-Schiedsrichter ihre gemeinsame Vorbereitung auf das Turnier.

Fifa verweist auf Gastgeberland

Die Fifa betonte, nicht an den Einwanderungsverfahren des Gastgeberlandes beteiligt zu sein. "Die Fifa ist nicht an den Einwanderungsverfahren des Gastgeberlandes beteiligt, einschließlich der Entscheidung über Visaanträge", teilte der Weltverband mit.

Abdulkadir Artan als Schiedsrichter beim Africa Cup of Nations. ©AFP

Wie bereits bei früheren Turnieren liege die endgültige Entscheidung über die Vergabe von Visa beim jeweiligen Gastgeberland. Da die Schiedsrichter zentral in Miami vorbereitet werden, ist ein Einsatz Artans derzeit auch bei Spielen in Mexiko oder Kanada ausgeschlossen.

Artan zeigte sich vorab voller Vorfreude

Noch in einem am Montag veröffentlichten Beitrag des Senders Al Jazeera hatte sich Artan über seine Nominierung gefreut. "Es ist für mich eine große Ehre, als erster Somali dabei zu sein", sagte er.

Nach der verweigerten Einreise äußerte sich der Schiedsrichter in einer von der Fifa veröffentlichten Stellungnahme nicht zu den Hintergründen des Falls. Er bedankte sich jedoch für die Unterstützung aus der Fußballwelt und wünschte seinen Kollegen eine erfolgreiche Weltmeisterschaft.

Gültiges Visum vorhanden

Nach Angaben von Ciise Aden Abshir, Berater des somalischen Ministeriums für Jugend und Sport, verfügte Artan über ein gültiges US-Visum. Nach der verweigerten Einreise sei er nach Istanbul zurückgeflogen.

Abshir kritisierte die Entscheidung scharf. Die Verweigerung schade nicht nur dem Schiedsrichter persönlich, sondern auch dem Bekenntnis des Fußballs zu Fairness und Fair Play, sagte er gegenüber AFP.

Artan zählt zu den 52 Schiedsrichtern, die von der Fifa für die Weltmeisterschaft 2026 nominiert wurden.

Auch irakische Teamdelegation Probleme bei Einreise

Bereits zuvor hatte es Berichte über Schwierigkeiten bei der Einreise einer irakischen Delegation gegeben. Stürmer Aymen Hussein wurde bei seiner Ankunft in Chicago mehrere Stunden lang von der Grenzschutzbehörde befragt, durfte anschließend jedoch einreisen.

Einem mitreisenden Fotografen wurde die Einreise laut CBP hingegen ebenfalls wegen Sicherheitsbedenken verweigert.

(VOL.AT)

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