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Trump beschriftet Präsidentengalerie im Weißen Haus mit persönlichen Schmähungen

Seit Mittwoch zieren neue Gedenktafeln die Porträts früherer US-Präsidenten im Weißen Haus.
Seit Mittwoch zieren neue Gedenktafeln die Porträts früherer US-Präsidenten im Weißen Haus. ©AFP
Donald Trump greift seine Vorgänger in der offiziellen Präsidentengalerie frontal an. Joe Biden wird durch eine Maschine ersetzt – und massiv kritisiert.

Seit Mittwoch zieren neue Gedenktafeln die Porträts früherer US-Präsidenten im Weißen Haus. Die Inhalte stammen laut Trumps Sprecherin Karoline Leavitt zum Teil direkt vom amtierenden Präsidenten selbst – und sie tragen unverkennbar dessen Handschrift: Sie sind polemisch, aggressiv formuliert und enthalten zahlreiche persönliche Angriffe.

Biden durch Maschine ersetzt

Besonders scharf fällt Trumps Bewertung seines Nachfolgers Joe Biden aus. In der Galerie wird dieser nicht mit einem Foto gezeigt, sondern durch das Bild einer Unterschriftenmaschine ersetzt. Laut den Tafeln soll sie symbolisieren, dass Biden Gesetze nicht selbst unterzeichnet habe.

Barack Obama wird als "umstritten" bezeichnet, sein Gesundheitsgesetz als "höchst ineffektiv" kritisiert. ©AFP

Zwei großformatige Tafeln widmen sich ausschließlich Bidens Amtszeit. Darauf ist unter anderem zu lesen, Biden sei "bei weitem der schlechteste Präsident in der amerikanischen Geschichte" gewesen und habe sein Amt infolge einer "korrupten Wahl" angetreten. Trumps Darstellung zufolge sei unter Biden eine Reihe von Katastrophen eingetreten, die das Land an den Rand der Zerstörung gebracht hätten – etwa Inflation, illegale Migration, Kriminalität und der Abzug aus Afghanistan. Auch der Angriff der Hamas auf Israel sowie der russische Überfall auf die Ukraine werden Biden angelastet.

Trump lobt sich selbst

Im Kontrast dazu beschreibt Trump seine eigene Amtszeit in den Tafeln als "Goldene Ära Amerikas". Er habe, so die Darstellung, Wahlversprechen von Beginn an erfüllt, Attentate überlebt und die USA vor dem Niedergang bewahrt. Eine zweite Amtszeit Trumps wird in der Ausstellung als Rettung Amerikas dargestellt.

Auch andere Präsidenten im Visier

Nicht nur Biden wird attackiert. Auch Barack Obama und Bill Clinton erhalten spitze Kommentare. Obama wird als "umstritten" bezeichnet, sein Gesundheitsgesetz als "höchst ineffektiv" kritisiert. Bei Clintons Tafel wird auf die Niederlage seiner Frau Hillary gegen Trump im Jahr 2016 verwiesen – ein Ereignis, das nach seiner Amtszeit liegt.

Seit Mittwoch zieren die neuen Gedenktafeln die Porträts früherer US-Präsidenten im Weißen Haus. ©AFP

Selbst Republikaner bleiben nicht verschont: George W. Bush wird für die Kriege in Afghanistan und im Irak kritisiert, obwohl Trump ihm zugutehält, das Ministerium für Innere Sicherheit gegründet zu haben.

Die neue Präsentation der Präsidentengalerie zeigt, wie Donald Trump auch innerhalb offizieller Institutionen eigene Narrative etabliert – und politische Gegner öffentlich ins Visier nimmt.

(VOL.AT)

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