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Trump droht mit gewaltsamer Übernahme Grönlands

Trump will Grönland – notfalls mit militärischer Gewalt
Trump will Grönland – notfalls mit militärischer Gewalt ©CANVA; AFP
US-Präsident Donald Trump hat seine Haltung gegenüber Grönland erneut verschärft und droht nun offen mit einer gewaltsamen Übernahme der Arktis-Insel.

Vor Journalisten im Weißen Haus erklärte er, man werde im Streit um Grönland "etwas unternehmen, ob es ihnen passt oder nicht". Zwar sei ihm ein Deal lieber, doch wenn dieser nicht zustande komme, werde man "es auf die harte Art tun".

Sicherheitsargument: Sorge vor Russland und China

Trump begründet die Drohung mit geopolitischen Risiken. In der Region rund um Grönland seien verstärkt russische und chinesische Schiffe unterwegs. Sollte Washington nicht handeln, könnten andere Mächte die Kontrolle über die strategisch wichtige Insel gewinnen. Ziel sei es, Grönland vor fremdem Einfluss zu schützen.

Grönland, formal Teil des Königreichs Dänemark, besitzt weitreichende Autonomierechte. Die Insel mit knapp 57.000 Einwohnern ist sechsmal so groß wie Deutschland, etwa 80 Prozent ihrer Fläche sind von Eis bedeckt. Neben ihrer Lage ist sie für die USA vor allem aufgrund von Militärbasen und vermuteten Rohstoffen von Interesse.

Grönländisches Parlament lehnt US-Pläne entschieden ab

Die politische Führung Grönlands wies Trumps Vorstoß kategorisch zurück. Die Vorsitzenden aller fünf Parteien im Parlament Inatsisartut veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, in der sie festhielten, man wolle weder Amerikaner noch Dänen sein, sondern Grönländer. Zudem forderten sie die USA auf, ihre "Geringschätzung gegenüber unserem Land" zu beenden. Über die Zukunft Grönlands müsse ausschließlich das Volk Grönlands entscheiden.

Bereits im März 2025 hatte es in Nuuk Proteste gegen die US-Pläne gegeben. Demonstranten trugen damals Schilder mit der Aufschrift: "Wir stehen nicht zum Verkauf."

Europa warnt vor Eskalation

Auch aus Europa kamen deutliche Worte. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen erklärte, ein Angriff der USA auf Grönland würde das Ende der Nato bedeuten.

Mehrere Nato-Staaten sprechen sich nun für eine verstärkte Präsenz in der Arktis aus. Im Gespräch ist ein gemeinsamer Überwachungseinsatz unter dem Namen "Arctic Sentry", um das US-Sicherheitsargument zu entkräften. Ein offener Konflikt innerhalb des Bündnisses würde nicht nur dessen Glaubwürdigkeit erschüttern, sondern auch Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Europa und Asien haben – insbesondere im Hinblick auf Russlands Krieg gegen die Ukraine und Chinas Taiwan-Ansprüche.

(VOL.AT)

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