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Trumps Zölle kosten Vorarlberger Autozulieferer Henn Millionen

Henn-CEO Martin Ohneberg berichtet von Millionen-Verlusten durch Trumps Zölle.
Henn-CEO Martin Ohneberg berichtet von Millionen-Verlusten durch Trumps Zölle. ©IV
Der Vorarlberger Autozulieferer Henn spürt die Auswirkungen von Trumps Handelszöllen besonders über Umwege durch seine japanischen und koreanischen Kunden.

Millionenverluste und die verstärkte Konkurrenz aus China zwingen das global tätige Unternehmen zu strategischen Anpassungen bei zukünftigen Investitionen.

Unerwartete Auswirkungen der Trump-Zölle auf Henn

Der Dornbirner Autozulieferer Henn mit Produktionsstätten in Mexiko, China und Indien erlebte die Folgen der amerikanischen Handelspolitik auf unvorhergesehene Weise. Unternehmenschef Martin Ohneberg erklärt, dass die direkten Handelsbeziehungen zwischen Europa und den USA weniger problematisch waren. Stattdessen traf es das Unternehmen über seine starken Geschäftsverbindungen nach Japan und Korea, da diese Länder selbst erheblich unter den US-Zöllen litten. Die bisher als Stärke geltende globale Vernetzung mit verschiedenen Automobilherstellern entwickelte sich plötzlich zum Nachteil.

Millionenschwere Verluste trotz stabilem Umsatz

Die Zollpolitik kostete Henn bereits mehrere Millionen Euro, wie der frühere Vorarlberger Industriellenchef Ohneberg berichtet. Dennoch gelang es dem Unternehmen, den Umsatz weitgehend konstant zu halten. Österreichweit prognostiziert eine UniCredit-Studie den Verlust von 10.000 Arbeitsplätzen durch Trumps Zölle, wobei in Vorarlberg 500 Jobs bedroht sind.

Doppelter Druck durch chinesische Konkurrenz

Gabriel Felbermayr, Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung, sieht neben den amerikanischen Zöllen eine weitere Herausforderung in der chinesischen Marktüberschwemmung. China bringt massive Kapazitäten in Bereichen wie Automobil, Stahl, Metalle und Maschinenbau auf den Weltmarkt und setzt die europäische Wirtschaft zusätzlich unter Druck.

Strategische Neuausrichtung bei Investitionen

Die schwierigeren Bedingungen für europäische Unternehmen, verstärkt durch hohe Energiekosten, führen zu einer Verlagerung neuer Produktionsstätten. CEO Ohneberg bestätigt diese Entwicklung für Henn: Das Unternehmen plant den weiteren Ausbau in anderen Ländern und beobachtet die europäische Entwicklung der kommenden Jahre. Während notwendige Ersatzinvestitionen weiterhin in Europa getätigt werden, sind neue Investitionen und Erweiterungen vorrangig außerhalb Europas geplant.

(VOL.AT)

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