"Ultimative Strafe": USA setzen wieder auf Erschießungskommandos
Regierung setzt auf härtere Linie
Die US-Regierung verschärft ihren Kurs bei der Todesstrafe. Wie das Justizministerium am Freitag mitteilte, soll die bundesweite Anwendung "gestärkt" werden. Dazu gehört neben schnelleren Verfahren auch die Ausweitung der Hinrichtungsmethoden – etwa durch Erschießungskommandos.
Justizminister Todd Blanche genehmigte zuvor die Beantragung der Todesstrafe gegen neun Personen. Voraussetzung dafür war die Aufhebung eines Moratoriums, das unter Ex-Präsident Joe Biden gegolten hatte.
Neue Methoden, alte Debatte
Bislang wurden Hinrichtungen auf Bundesebene in der Regel durch tödliche Injektionen vollstreckt. Künftig könnten auch andere Methoden zum Einsatz kommen. In fünf Bundesstaaten – Idaho, Mississippi, Oklahoma, South Carolina und Utah – sind Erschießungen bereits jetzt gesetzlich vorgesehen.
Kritiker sehen diese Praxis äußerst kritisch. Sie halten Erschießungskommandos für unmenschlich und fehleranfällig. Dabei wird der Verurteilte auf einem Stuhl fixiert, während mehrere Schützen auf das Herz zielen.
Rückblick auf Trumps erste Amtszeit
Donald Trump hatte die Todesstrafe auf Bundesebene bereits während seiner ersten Amtszeit (2017–2021) nach fast 20 Jahren Pause wieder aufnehmen lassen. Laut dem Death Penalty Information Center wurden zuletzt 16 Hinrichtungen durchgeführt – 13 davon allein zwischen Juli 2020 und Jänner 2021.
Klare Worte aus dem Justizministerium
"Die vorherige Regierung ist ihrer Pflicht, das amerikanische Volk zu schützen, nicht nachgekommen", erklärte Justizminister Blanche. Sie habe sich geweigert, "gegen die gefährlichsten Kriminellen […] die ultimative Strafe zu vollstrecken".
Unter Präsident Trump werde das Gesetz nun wieder konsequent umgesetzt, so Blanche. Man stehe "an der Seite der Opfer".
(VOL.AT)