Unglaublicher Fund am Flughafen Nairobi: 2248 geschützte Ameisen im Koffer entdeckt
Drogen, Waffen, Bargeld – Zöllner sind einiges gewohnt. Doch dieser Fund sorgte selbst bei erfahrenen Beamten für Aufsehen: Am Jomo Kenyatta International Airport (JKIA) in Kenias Hauptstadt Nairobi klickten für einen chinesischen Staatsbürger die Handschellen. Der Mann soll versucht haben, insgesamt 2248 geschützte Ameisen außer Landes zu schmuggeln. Darüber berichtete unter anderem die BBC.
Versteckt in Reagenzgläsern und Toilettenpapier
Entdeckt wurden die lebenden Insekten bei einer Routinekontrolle des Gepäcks. Laut Staatsanwalt Allen Mulama waren "1948 Gartenameisen in speziellen Reagenzgläsern verpackt". Weitere "300 lebende Ameisen" hätten die Behörden "in drei Rollen Toilettenpapier" gefunden.
Der Beschuldigte hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert. Die Ermittlungen laufen. Behörden vermuten laut Bericht Verbindungen zu einem internationalen Schmuggelnetzwerk.
Geschützte Art mit großer Bedeutung
Bei den Tieren handelt es sich um Gartenameisen der Art Messor cephalotes. Sie stehen unter dem Schutz internationaler Biodiversitätsabkommen, ihr Handel ist streng reguliert.
Der Kenya Wildlife Service (KWS) hatte bereits 2025 vor einer steigenden Nachfrage nach diesen Ameisen gewarnt – vor allem auf exotischen Heimtiermärkten in Europa und Asien. Sammler halten die Tiere dort illegal in Terrarien.
Die Bedeutung der Ameisen für das Ökosystem ist laut KWS erheblich. Ihre Entfernung aus dem natürlichen Lebensraum könne die Bodenqualität beeinträchtigen und die Biodiversität gefährden.
(VOL.AT)