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"Unmenschlich": Ermittler prüfen grausame Brandstiftungsmethode in Italien

Dieses Foto zeigt einen Waldbrand, der Bäume und Gras nahe dem Dorf Sagana im Gebiet von Monreale auf Sizilien vernichtet. ©APA/AFP/ALESSANDRO FUCARINI

In Süditalien sorgen schwere Waldbrände für Entsetzen. In Kalabrien werfen Behörden mutmaßlichen Brandstiftern vor, Katzen als Brandbeschleuniger missbraucht zu haben.

Schwere Vorwürfe nach Waldbränden in Kalabrien

Während Feuerwehr und Zivilschutz im Süden Italiens gegen zahlreiche Waldbrände kämpfen, stehen besonders grausame Vorwürfe gegen mutmaßliche Brandstifter im Raum. Nach Angaben der Behörden in der Region Kalabrien sollen Katzen mit brennbaren Stofffetzen an den Schwänzen versehen und angezündet worden sein, um Feuer gezielt zu verbreiten.

Domenico Costarella, Leiter des Zivilschutzes der Region Kalabrien, erklärte, Einsatzkräfte hätten Hinweise auf solche Brandvorrichtungen entdeckt. Die in Panik flüchtenden Tiere sollen die Flammen über Felder und Vegetation getragen haben. Costarella bezeichnete die mutmaßliche Vorgehensweise als "unmenschlich".

Rund 160 Brände registriert

Kalabrien ist derzeit besonders stark von Waldbränden betroffen. Nach Behördenangaben wurden zuletzt rund 160 Feuer registriert. Zahlreiche davon werden auf vorsätzliche Brandstiftung zurückgeführt.

Begünstigt werden die Brände durch die anhaltende Hitzewelle sowie den heißen Scirocco-Wind aus Nordafrika, der die Ausbreitung der Flammen zusätzlich fördert. Auch auf Sizilien und Sardinien sind Feuerwehr und Zivilschutz im Großeinsatz.

Video sorgt für Empörung

Ein vom Präsidenten der Region Kalabrien, Roberto Occhiuto, veröffentlichtes Video mit den Schilderungen des Zivilschutzchefs löste in Italien große Bestürzung aus. Occhiuto kommentierte die Aufnahmen mit den Worten: "Der schlimmste Feind des Menschen ist der Mensch."

Der italienische Tier- und Umweltschutzverband AIDAA kündigte daraufhin eine Strafanzeige gegen Unbekannt an. Zudem wurde eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Täter führen.

Mafiaverbindung bislang nicht bewiesen

Ob hinter den Bränden tatsächlich die kalabrische Mafia steckt, ist derzeit nicht belegt. Allerdings berichten italienische Behörden und Wissenschaftler laut Medienberichten bereits seit Jahren von ähnlichen Fällen.

(VOL.AT)

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