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US-Militär führte Vergeltungsschläge gegen den Iran aus

US-Präsident Trump kündigte die Angriffe vorab an
US-Präsident Trump kündigte die Angriffe vorab an ©APA/AFP
Nach dem Abschuss eines US-Hubschraubers durch den Iran haben die USA Vergeltungsangriffe auf den Iran ausgeführt.

Es handle sich um eine "sehr starke, sehr kraftvolle" Antwort auf den Hubschrauber-Abschuss, sagte US-Präsident Donald Trump am Dienstag (Ortszeit). Neben Kuwait und Bahrain geriet auch Jordanien unter Beschuss. Die Flugabwehr habe in al-Azraq am Dienstagabend fünf iranische Raketen abgefangen, teilten Jordaniens Streitkräfte der Staatsagentur Petra zufolge mit.

Nach Hubschrauberabschuss: US-Rache im Iran

US-Kampfhubschrauber abgeschossen

"Dies ist eine Reaktion auf das, was sie letzte Nacht ... mit unserem Hubschrauber gemacht haben", sagte Trump dem US-Sender ABC News. "Die Reaktion sollte sehr stark, sehr kraftvoll ausfallen - und genau das ist sie auch."

Trump hatte zuvor erklärt, "dass die Iraner in der vergangenen Nacht einen unserer hochmodernen Apache-Hubschrauber abgeschossen haben während einer Patrouille in der Straße von Hormuz". Die Piloten seien zwar unverletzt gerettet worden, die USA müssten dennoch "gezwungenermaßen auf diesen Angriff reagieren".

Iran will "keine Bedrohung unbeantwortet lassen"

Bei den Angriffen auf Jordanien seien Trümmerteile herabgefallen, es habe aber keine Opfer oder Schäden gegeben. Man werde keinerlei Verletzung des Luftraums zulassen, hieß es weiter. Al-Azraq liegt im Osten Jordaniens nicht weit von der irakischen Grenze. Berichten zufolge hat das US-Militär hier an einem Stützpunkt unter anderem Kampfflugzeuge stationiert. Nach Informationen der "New York Times" waren hier kurz vor Kriegsbeginn im Februar Dutzende Kampfjets und Frachtflugzeuge sowie Drohnen und Hubschrauber des US-Militärs stationiert.

Die iranischen Revolutionsgarden - die Elitestreitmacht der Islamischen Republik - hatten zuvor laut iranischen Medienberichten bekanntgegeben, als Reaktion auf die jüngsten US-Bombardements amerikanische Militärstützpunkte in der Golfregion angegriffen zu haben. "Unsere schlagkräftigen Streitkräfte werden keinen Angriff und keine Bedrohung unbeantwortet lassen", schrieb der iranische Außenminister Abbas Araqchi in der Nacht auf Mittwoch auf der Plattform X. "Verlassen Sie unsere Region, wenn Sie in Sicherheit sein wollen. Die Geschichte des Persischen Golfs kennt viele Kapitel über das tragische Schicksal von Eindringlingen", fügte er hinzu.

US-Militär erklärt Angriffe für beendet

Das US-Militär erklärte die Angriffe noch in der Nacht für beendet. Wie das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando CENTCOM auf der Plattform X mitteilte, sind die "Verteidigungsschläge" gegen den Iran abgeschlossen. Es seien iranische Luftabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Überwachungsradaranlagen im Bereich der Straße von Hormuz bombardiert worden, hieß es. 

US-Medien zufolge erfolgten die Angriffe in drei Wellen. Das Militär sprach von einer "verhältnismäßigen" Antwort auf den iranischen Abschuss des Apache-Hubschraubers vor Omans Küste. Die US-Streitkräfte seien bereit, sich weiter gegen "ungerechtfertigte iranische Aggressionen" zu verteidigen. 

Schusswechsel vor Jemens Küste

Vor der Küste des Jemen lieferten sich unterdessen Angreifer auf einem kleinen Boot einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften eines Frachtschiffs. Die sechs Angreifer hätten sich dem Frachter genähert, woraufhin es zum Schusswechsel gekommen sei, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) am Mittwoch mit. Daraufhin sei das kleine Boot abgedreht. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren.

Im Jemen ist die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz aktiv, die den Norden und weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer kontrolliert. Nach der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg hat sie Israel zuletzt erneut angegriffen und auch eine "Blockade" der Seewege für Israel im Roten Meer verkündet. Seit 2023 hatte die Miliz Dutzende Schiffe mit angeblichem Bezug zu Israel in der Region angegriffen und teils versenkt oder stark beschädigt.

Wenige Stunden vorher sprach Trump von baldigem Abkommen

Nur wenige Stunden vor den US-Angriffen hatte Trump noch ein Abkommen zur Beendigung des Krieges in greifbarer Nähe gesehen: "Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird", sagte er und stellte einen Abschluss der Verhandlungen in den kommenden "zwei oder drei Tagen" in Aussicht. Der US-Präsident hatte in den vergangenen Wochen schon mehrmals eine baldige Einigung mit Teheran in Aussicht gestellt.

(APA/Reuters/dpa)

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