US-Skistar Shiffrin staunt über Konkurrentin: "Da ist sie eigentlich die Einzige"
Aicher hat den Kampf um den Gesamtweltcup bis zum Saisonfinale offengehalten. In Norwegen kommt es nun zum direkten Duell mit dem US-Skistar Shiffrin. Trotz der sportlichen Konkurrenz ist das Aufeinandertreffen bislang vor allem von gegenseitigem Respekt geprägt.
Shiffrin: "Es ist unglaublich zu sehen"
Shiffrin zeigte sich nach dem Weltcup-Wochenende in Åre beeindruckt von den Leistungen der 22-Jährigen. "Um ehrlich zu sein, hat sie das absolut verdient. Wie man sehen kann, fährt Emma in jeder Disziplin einfach wahnsinnig gut. Es ist unglaublich zu sehen, dass sie überall vorne dabei ist – da ist sie eigentlich die Einzige", sagte die US-Amerikanerin.
Aicher hatte im Slalom von Åre ihr bestes Ergebnis erreicht und musste sich nur Shiffrin geschlagen geben. Auch in den übrigen Disziplinen punktete sie konstant und etablierte sich damit als ernsthafte Konkurrentin im Gesamtklassement.
Ausgangslage vor dem Finale
Vor den verbleibenden vier Rennen beträgt der Rückstand Aichers 140 Punkte. Während Shiffrin voraussichtlich nicht in allen Bewerben antreten wird, ergeben sich für die Deutsche zusätzliche Möglichkeiten, Punkte zu sammeln.
Shiffrin gewann den Gesamtweltcup bisher fünfmal (2017, 2018, 2019, 2022 und 2023) und könnte mit einem weiteren Erfolg mit Rekordhalterin Annemarie Moser-Pröll gleichziehen. Für Aicher wäre es der erste Gesamtweltcupsieg ihrer noch jungen Karriere.
Aicher: "Das ist schon riesig für mich"
Die Deutsche bewertete ihre Ausgangslage vor dem Finale positiv. "Dass ich hier stehen kann und sagen kann, dass ich im Kampf dabei bin, das ist schon riesig für mich", erklärte sie.
Seit ihrem Weltcup-Debüt im November 2021 hat sich Aicher schrittweise in allen Disziplinen etabliert. Ihren ersten Weltcupsieg feierte sie im März 2025 in der Abfahrt von Kvitfjell.
Entscheidung fällt in Norwegen
Trotz ihres Vorsprungs betonte Shiffrin, den Titelkampf konsequent fortsetzen zu wollen: "Ich werde weiterkämpfen – für mein Team, meine Trainer und für alle, die in dieser Saison und auch in den vergangenen drei Jahren, als ich mit mehreren Verletzungen zu kämpfen hatte, so hart gearbeitet haben."
Die Entscheidung um den Gesamtweltcup fällt damit beim Saisonfinale in Norwegen, wo beide Athletinnen um die große Kristallkugel kämpfen.
(VOL.AT)