Eine KC-135R Stratotanker der US-Luftwaffe musste nach einem Überflug anlässlich der Feierlichkeiten zum US-Unabhängigkeitstag einen Treibstoffnotfall melden.
Mehrere Landeanflüge notwendig
Am 4. Juli nahm eine KC-135R Stratotanker mit dem Rufzeichen "Salty 76 Heavy" an den Überflügen zum Unabhängigkeitstag der USA teil. Gemeinsam mit vier F-35-Kampfjets absolvierte das Tankflugzeug den Formationsflug und sollte anschließend zum Salt Lake City International Airport zurückkehren.
Beim ersten Landeanflug musste die Besatzung jedoch durchstarten, nachdem die falsche Landebahn angesteuert worden war. Auch ein zweiter Anflug wurde abgebrochen, nachdem erneut eine Warnung wegen der falschen Piste erfolgt war. Dadurch musste die Maschine weitere Warteschleifen fliegen.
Treibstoffreserve erreichte kritischen Bereich
Durch die zusätzlichen Flugmanöver sank die Treibstoffreserve laut dem Luftfahrtportal Airlive auf einen kritischen Stand. Die Besatzung meldete daraufhin einen "Minimum Fuel Emergency" an die Flugverkehrskontrolle.
Der Maschine wurde daraufhin Landepriorität eingeräumt. Zudem wurden Flughafenfeuerwehr und Rettungskräfte in Bereitschaft versetzt. Die KC-135R absolvierte schließlich eine enge 360-Grad-Kurve, um den Endanflug zu verkürzen, und landete anschließend sicher auf der Landebahn 16R.
Warum auch einem Tankflugzeug der Treibstoff ausgehen kann
Die KC-135R Stratotanker dient der Luftbetankung anderer Flugzeuge und kann rund 113.000 Liter Treibstoff mitführen. Sie verwendet dabei denselben Treibstoff für den eigenen Flugbetrieb wie für die Betankung anderer Maschinen. Lediglich rund 3700 Liter können nicht über den Betankungsausleger abgegeben werden.
Laut dem Bericht werden Tankflugzeuge aus Gründen der Sicherheit und Effizienz nicht immer mit vollständig gefüllten Tanks eingesetzt. Nicht benötigter Treibstoff erhöht das Gewicht und damit den Verbrauch. Zudem reduziert eine geringere Treibstoffmenge das Risiko im Fall eines Unfalls bei der Landung.
(VOL.AT)