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Van der Bellen eröffnet 80. Bregenzer Festspiele mit Appell an den Zusammenhalt

©APA/Stiplovsek

Mit einem eindringlichen Plädoyer für Zusammenhalt, Respekt und demokratische Kultur hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Mittwoch die 80. Bregenzer Festspiele offiziell eröffnet. Dabei zog er auch Parallelen zwischen Demokratie und Kunst.

Demokratie braucht Respekt und Mut

In seiner Eröffnungsrede stellte Van der Bellen den Wert einer lebendigen demokratischen Kultur in den Mittelpunkt. Politische Kultur beginne nicht erst in Parlamenten, sondern "zwischen den Menschen", sagte der Bundespräsident. Respekt sei ansteckend – "und dagegen soll man sich nicht impfen lassen".

Als Bild für das gesellschaftliche Miteinander wählte Van der Bellen die Kunst: Keine große Geschichte werde von einer einzigen Stimme erzählt. Auch Österreich sei "kein Soloprojekt", sondern das Zusammenspiel vieler Menschen. Dafür brauche es Taktgefühl und manchmal auch die Bereitschaft, selbst leiser zu werden, damit andere gehört werden.

Gemeinsam mehr erreichen

Der Bundespräsident betonte zudem, dass große Herausforderungen nur gemeinsam bewältigt werden könnten. "Wir können gemeinsam Dinge schaffen, die niemand alleine schaffen kann", sagte er. Eine freie liberale Demokratie verlange Mut – insbesondere dort, wo es einfacher wäre, wegzusehen.

Zum Abschluss seiner Rede warb Van der Bellen erneut für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. "Wir müssen nicht alle gleich sein, um zusammenzugehören", erklärte er. Anschließend eröffnete er die 80. Bregenzer Festspiele offiziell und wünschte allen Besucherinnen und Besuchern eine erfolgreiche und schöne Jubiläumsausgabe.

(VOL.AT)

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