Die vierjährige Tochter einer Familie aus Kärnten ist im Hotelpool eines Ferienhotels an der italienischen Adriaküste ums Leben gekommen. Nach Medienberichten rekonstruieren die Ermittler derzeit den Unfallhergang.
Tragischer Unfall am letzten Urlaubstag
Für eine Familie aus Villach endete der Urlaub in Milano Marittima bei Cervia mit einer Tragödie. Die vierjährige Tochter kam am letzten Ferientag in einem Hotelpool ums Leben. Nach Angaben italienischer Medien ereignete sich der Unfall kurz nach dem Mittagessen.
Demnach war die Mutter mit den beiden älteren Kindern ins Hotelzimmer gegangen, während der Vater mit der Vierjährigen im Restaurant blieb. Das Mädchen soll ihn gefragt haben, ob sie im Spielbereich spielen dürfe. Laut den bisherigen Ermittlungen stimmte der Vater zu.
Überwachungskameras rekonstruieren den Ablauf
Nach Informationen italienischer Medien zeigen Aufnahmen der Überwachungskameras, dass das Kind zunächst zweimal versuchte, das Hotel zu verlassen. Die automatische Eingangstür soll sich wegen einer Lichtschranke nicht geöffnet haben. Erst als ein Hotelgast das Gebäude betrat, konnte das Mädchen unbemerkt nach draußen gelangen.
Anschließend soll sie den Poolbereich erreicht haben. Laut den Ermittlungen war der Zugang zum Schwimmbecken zu diesem Zeitpunkt eigentlich gesperrt. Warum sich das Tor dennoch geöffnet befand, ist Gegenstand der Untersuchungen.
Jugendliche entdeckten das Kind
Italienischen Medien zufolge bemerkten zwei Jugendliche schließlich das reglos im Wasser treibende Mädchen. Sie zogen das Kind aus dem Pool und verständigten sofort weitere Hotelgäste. Ein Arzt, der sich im Urlaub befand, begann mit der Erstversorgung, ehe Rettungskräfte eintrafen.
Die Vierjährige wurde in kritischem Zustand in das Krankenhaus Bufalini in Cesena gebracht. Dort erlag sie ihren schweren Verletzungen. Eine Obduktion bestätigte laut den Berichten den Tod durch Ertrinken.
Ermittlungen gegen den Vater und Hotelbetreiber
Die italienische Justiz ermittelt derzeit gegen den Vater wegen des Verdachts einer möglichen Verletzung der Aufsichtspflicht. Gleichzeitig stehen auch die beiden Betreiber des Hotels im Fokus der Ermittlungen. Dabei soll unter anderem geklärt werden, warum der Zugang zum Pool offen gewesen sein soll und ob sämtliche Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden. Die Familie ist inzwischen nach Kärnten zurückgekehrt.
(VOL.AT)