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Vorarlberger Onkologe fordert Umdenken bei Krebsbehandlung älterer Patienten

Krebs im Alter: Die Medizin stößt an ihre Grenzen
Krebs im Alter: Die Medizin stößt an ihre Grenzen ©APA
Die Krebsbehandlung bei älteren Menschen erfordert einen völlig anderen Ansatz als bei jüngeren Patienten. Begleiterkrankungen und körperliche Einschränkungen machen eine interdisziplinäre Betreuung durch verschiedene Fachrichtungen notwendig, so ein Vorarlberger Onkologe.

Besondere Herausforderungen im Alter

Mit fortschreitendem Lebensalter wandle sich die Behandlung von Krebserkrankungen grundlegend, so Thomas Winder, Primar der Onkologie am LKH Feldkirch, gegenüber dem ORF. Ältere Betroffene würden häufig unter zusätzlichen Gesundheitsproblemen wie Bluthochdruck, Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion leiden. Diese Faktoren erfordern eine spezialisierte Herangehensweise durch ein Team aus verschiedenen medizinischen Fachbereichen, so der Experte.

Infrastruktur und Personal als Schlüsselfaktoren

Um eine optimale Versorgung älterer Krebspatienten zu gewährleisten, bedarf es zusätzlicher Behandlungsräume und einer Aufstockung des Pflegepersonals. Die komplexeren Therapieverläufe würden mehr Ressourcen als die Standardbehandlung jüngerer Patienten erfordern, so Winder.

Forschung muss Realität abbilden

In der klinischen Forschung dominieren derzeit junge und körperlich fitte Studienteilnehmer. Für eine realitätsnahe Medizin müsse man künftig auch ältere Patienten mit ihren typischen Begleiterkrankungen in Studien einbeziehen.

Krebsarten bleiben konstant

Die Tumorarten unterscheiden sich nicht zwischen den Altersgruppen. Frauen erkranken am häufigsten an Brustkrebs, Männer an Prostatakrebs.

(VOL.AT)

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