Vorarlbergs Doppel-Olympiasieger – jetzt gehört auch Hämmerle dazu
Mit seinem zweiten Olympiasieg reiht sich Hämmerle in einen kleinen, aber erlesenen Kreis der Allerbesten ein. Zweimal olympisches Gold zu gewinnen, ist selbst im internationalen Wintersport eine Seltenheit – und in Vorarlberg ein historisches Ereignis.
Die Pionierin von 1948
Wer über olympisches Gold aus Vorarlberg spricht, kommt an Trude Jochum-Beiser nicht vorbei. 1948, in einer Nachkriegszeit, in der internationale Erfolge noch rar waren, gewann sie in St. Moritz Gold in der Kombination und Silber in der Abfahrt.
Vier Jahre später folgte in Oslo ein weiteres Gold in der Abfahrt. Jochum-Beiser war mehr als eine Medaillengewinnerin. Sie war der Beweis, dass ein kleines Bundesland am Rand der Alpen sportliche Weltklasse hervorbringen kann.
Das Märchen von Peking
Johannes Strolz krönte sich in Peking 2022 zum Doppel-Olympiasieger. Der Sohn eines Olympiasiegers, zwischenzeitlich aus dem Nationalkader gefallen, gewann Gold in der alpinen Kombination und wenig später Gold im Teambewerb. Zudem holte er Silber im Slalom.
Es war ein Comeback, das selbst im erfolgsverwöhnten österreichischen Skisport herausragte. Strolz wurde damit zum ersten Vorarlberger seit Trude Jochum-Beiser mit zwei Goldmedaillen bei Olympischen Spielen.
Einzelerfolge bei Olympia
Mit Blick auf die Einzelerfolge wird der Kreis noch exklusiver. Zweimal olympisches Gold in einer Einzeldisziplin gewannen aus Vorarlberg bislang nur Trude Jochum-Beiser und Alessandro Hämmerle. Johannes Strolz holte seine zweite Goldmedaille im Teambewerb. In der reinen Einzelwertung stehen damit ausschließlich Jochum-Beiser und Hämmerle an der Spitze.
Hämmerle schreibt Snowboardcross-Geschichte
Seit Snowboardcross olympisch ist, gewannen nur der US-Amerikaner Seth Wescott, der Franzose Pierre Vaultier und nun Alessandro Hämmerle jeweils zweimal Gold. Damit steht der Montafoner nicht nur in Vorarlbergs Sportgeschichte weit oben, sondern auch international in einer äußerst kleinen Gruppe von Doppel-Olympiasiegern dieser Disziplin.
Mit seinem zweiten Triumph hat Alessandro Hämmerle eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er zu den ganz Großen des Landes gehört. Vorarlbergs Olympiageschichte ist keine lange Liste – aber sie führt Namen, die bleiben. Seit Livigno gehört Hämmerle endgültig dazu.
(VOL.AT)