Perfekt bis zur 13:6-Führung
Knapp drei Monate nach dem Triumph Ende Jänner beim neuen Ligacup-Format "MEHR LEBEN HNDBL3BEAT powered by Finanzfuchsgruppe" haben die Roten Teufel vom Bodensee das nächste Ausrufezeichen gesetzt. Gegen den amtierenden Cupholder aus Schwaz entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Duell, ehe Hard das Tempo anzog. Zwischen der 9. und 22. Minute gelang ein Zwischenspurt von 5:4 auf 13:6 – eine Phase, in der die Vorarlberger das Spiel scheinbar früh entschieden.
Doch Schwaz, zuletzt nach einer bitteren Heimniederlage am letzten Spieltag des Grunddurchganges gegen die Fivers noch in die Abstiegsrunde der HLA-Meisterliga gerutscht, zeigte Moral. Die Tiroler kämpften sich zurück und verkürzten bis zur Pause auf 16:14. Die Partie blieb damit offen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel eng. Beim Stand von 21:21 (44.) war alles wieder auf Anfang gestellt. In der entscheidenden Phase präsentierte sich Hard jedoch abgeklärter. Ein 4:0-Lauf brachte sie erneut in Front (25:21/51.).
Spätestens als Youngster Lukas Fritsch mit einem "Kracher" aus zwölf Metern auf 27:22 (55.) stellte, war die Vorentscheidung gefallen. Schwaz fand in der verbleibenden Spielzeit keine Antwort mehr, Hard brachte den verdienten Vorsprung souverän über die Ziellinie.
"Pokal mit nach Hause nehmen"
Mit dem Finaleinzug wahrt der Alpla HC Hard die Chance auf den zweiten Titel der laufenden Saison sowie auf den sechsten Cupsieg der Vereinsgeschichte. Der Finalgegner, entweder Liga-Schlusslicht Hollabrunn oder Meister Krems, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
Kreisläufer Dejan Babic zeigte sich nach dem Spiel zufrieden, richtete den Blick aber bereits nach vorne: "Wir haben das Halbfinale gewonnen und wir sind stolz und zufrieden. Doch es war erst der erste Schritt, noch wartet das Endspiel. Wir müssen uns nun vorbereiten, Regeneration, Taktikbesprechung, Videoanalyse und so weiter. Ein Finale, egal gegen welchen Gegner, ist immer ein besonderes Spiel und wir hoffen, dass wir weiter so gut spielen und den Pokal mit nach Hause nehmen!"
Die neue Arena am Standort des ehemaligen Ferry-Dusika-Stadions im 2. Bezirk könnte sich damit weiter als gutes Pflaster für die Roten Teufel vom Bodensee erweisen.
(VOL.AT)