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Wahrzeichen zum Verkauf – doch niemand will es

Das Chrysler Building war für kurze Zeit das höchste Gebäude der Welt.
Das Chrysler Building war für kurze Zeit das höchste Gebäude der Welt. ©APA/AFP/TIMOTHY A. CLARY
Ein ikonischer Wolkenkratzer in Manhattan steht zum Verkauf – und trotzdem findet sich kein Käufer. Marode Technik, Millionenkosten und ein juristischer Streit schrecken Interessenten ab. Was das für das Chrysler Building bedeutet.

Einst das höchste Gebäude der Welt

Das Chrysler Building zählt zu den bekanntesten Bauwerken New Yorks. 1930 eröffnet, war es für kurze Zeit das höchste Gebäude der Welt – bis zur Fertigstellung des Empire State Buildings ein Jahr später. Die markante Dachkrone aus rostfreiem Stahl prägt bis heute die Skyline Manhattans.

Renovierungsstau und Millionenpacht

Trotz seines legendären Status findet das Gebäude aktuell keinen Käufer. Grund dafür sind laut AFP unter anderem veraltete Technik, marode Infrastruktur und eine hohe laufende Belastung: Allein die jährliche Pacht an das Cooper Union College beläuft sich auf 32,5 Millionen US-Dollar. Das Grundstück gehört der Bildungseinrichtung bereits seit 1902.

Trotz seines legendären Status findet das Gebäude aktuell keinen Käufer. ©APA/AFP/ANGELA WEISS

Verschuldung und Enteignung

Im Jahr 2019 hatten die US-Firma RFR und die österreichische Signa-Gruppe unter René Benko das Chrysler Building für 151 Millionen US-Dollar gekauft. Versprochene Renovierungen im Wert von 250 Millionen Dollar wurden jedoch nie umgesetzt. 2024 erfolgte schließlich die Enteignung durch ein Gericht wegen Zahlungsrückständen von mehr als 20 Millionen US-Dollar.

Mängel im Alltag – Beschwerden häufen sich

Mieter berichten von abblätternder Farbe, defekten Aufzügen, zu kleinen Fenstern und unsauberem Wasser aus alten Trinkbrunnen. Trotz prominenter Adresse und namhafter Mieter wie Anwaltskanzleien und Künstleragenturen hat das Gebäude an Anziehungskraft verloren.

Schwieriger Markt und Denkmalschutz

Der Immobilienmarkt in New York ist nach der Pandemie stark unter Druck. Viele Unternehmen verkleinern ihre Büroflächen oder setzen auf Remote-Arbeit. Zusätzlich erschwert der Denkmalschutz mögliche Sanierungen: Seit 1978 gilt das Chrysler Building als offizielles Kulturerbe, bauliche Änderungen müssen genehmigt werden.

(VOL.AT)

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